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Aktien Europa Schluss: Uneinheitlich - Leitzins-Entscheidung kaum beachtet

Europas Börsen haben die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Leitzins am Donnerstag ziemlich gelassen aufgenommen. Weiter belastend wirkte sich jedoch der weiter gestiegene Ölpreis aus. Der Eurostoxx 50 legte bis Handelsende 0,10 Prozent auf 2 834,62 Punkte zu.

dpa-afx PARIS. Europas Börsen haben die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Leitzins am Donnerstag ziemlich gelassen aufgenommen. Weiter belastend wirkte sich jedoch der weiter gestiegene Ölpreis aus. Der Eurostoxx 50 legte bis Handelsende 0,10 Prozent auf 2 834,62 Punkte zu. Der Euronext 100 verlor 0,07 Prozent auf 643,35 Zähler, der Pariser CAC-40-Index sank um 0,16 Prozent auf 3 758,70 Punkte.

Der hohe Ölpreis könnte nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Aufschwung in der Eurozone belasten. Der Ölpreis verursache hohe Unsicherheit und könne sich dämpfend auf das Wirtschaftswachstum auswirken, sagte er in Brüssel. Trotz der hohen Ölpreise hält die Konjunkturerholung im Euroraum nach den Worten Trichets an. Gleichwohl sei die Wirtschaft heute weniger anfällig für steigende Ölpreise als früher. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Leitzins wie von Volkswirten erwartet bei 2,00 Prozent belassen.

Nach Veröffentlichung von Geschäftsergebnissen gaben die Aktien von Givaudan um 0,26 Prozent auf 758,00 Schweizer Franken nach. Die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres seien etwas enttäuschend ausgefallen, sagten Börsianer. Die Neunmonatszahlen lagen für den Gesamtumsatz und die beiden Bereiche Aromen und Riechstoffe jeweils leicht unter den durchschnittlichen Erwartungen der befragten Analysten. Beim Gesamtumsatz wurde sogar die niedrigste Schätzung verfehlt.

Die Titel von Nokia gewannen 0,43 Prozent auf 11,66 Euro. Börsianer begrüßten einen Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe. Der Telekomkonzern hatte einen Auftrag im Wert von mehr als 200 Mill. Euro für den Ausbau des Mobilfunknetzes der indischen Telefongesellschaft Bharat Sanchar Nigam erhalten.

Astrazeneca gaben um 2,48 Prozent auf 2 159,00 Pence nach. Cazenove und weitere Analysten hatten sich nach einer Analystenkonferenz am Mittwoch in London negativ zu dem Wert geäußert. Der britisch-schwedische Pharmakonzern hatte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt und gleichzeitig über eine Verzögerung bei den Zulassungskandidaten Galida und Exanta berichtet.

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