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Aktien Europa: Schwach - negative US-Vorgaben, Versicherungswerte belasten

Schwache Vorgaben aus den USA und der anhaltende Höhenflug des Ölpreises haben Europas Aktienmärkten am Montag Verluste gebracht. Besonders belastet haben Händlern zufolge zudem Versicherungswerte, sie gaben nach einem negativen Analystenkommentar und unter dem Druck der Spitzer-Ermittlungen nach.

dpa-afx PARIS/LONDON. Schwache Vorgaben aus den USA und der anhaltende Höhenflug des Ölpreises haben Europas Aktienmärkten am Montag Verluste gebracht. Besonders belastet haben Händlern zufolge zudem Versicherungswerte, sie gaben nach einem negativen Analystenkommentar und unter dem Druck der Spitzer-Ermittlungen nach.

Der Eurostoxx 50 verlor bis zum Mittag 1,79 Prozent auf 2 739,01 Punkte. Der Euronext 100 gab um 0,75 Prozent auf 624,44 Punkte nach. Der Pariser CAC-40-Index sank um 2,10 Prozent auf 3 609,90 Punkte. In London fiel der Ftse-100-Index um 1,32 Prozent auf 4 554,40 Punkte.

Der Ölpreis-Future über ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent erreichte mit 51,70 Dollar einen neuen Rekord. Allein seit vergangenem Dienstag ist der Ölpreis um knapp drei Dollar gestiegen. Händler führten als Grund die Lage in Norwegen an. Dort ist die Ölproduktion durch einen Arbeitskampf auf allen Bohrplattformen in der Nordsee bedroht.

Versicherungswerte litten unter einer Abstufung der Citigroup. Die Bank senkte die Branche europaweit von "Overweight" auf "Neutral". Auch die Untersuchung von Geschäftspraktiken der Versicherungsbranche durch US-Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer belaste weiterhin, sagten Händler. AXA SA gaben um 2,29 Prozent auf 16,20 Euro nach, Aegon um 2,26 Prozent auf 8,20 Euro. In London verloren Royal & Sun-Aktien 1,99 Prozent auf 73,75 Pence sowie die Legal & General Group 2,49 Prozent auf 98,00 Pence.

Die Aktien des Telekomausrüsters LM Ericsson gaben nach negativen Analystenkommentaren in Stockholm um 3,37 Prozent auf 20,10 Schwedische Kronen nach. Morgan Stanley senkte das Papier von "Equal-Weight" auf "Underweight", Lehman Brothers stufte von "Overweight" auf "Equal-Weight" ab. Ericsson hatte bereits am Freitag nach Vorlage von Geschäftszahlen deutliche Verluste verbucht.

TNT Post Group NV (TPG) verzeichneten nach leicht enttäuschenden Quartalszahlen Verluste und sanken ans Ende des Amsterdamer Index. "Die Ergebnisse im dritten Quartal liegen am unteren Ende der Markterwartungen", sagten Händler. Das Papier gab um 3,27 Prozent auf 18,64 Euro nach.

Die spanische Großbank Bbva hat in den Monaten Januar bis September 2004 Überschuss und Nettozinseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Damit übertraf die Bank leicht die Analystenerwartungen. Die Aktie konnte sich gleichwohl nicht gegen den Markttrend stemmen und gab um 1,84 Prozent auf 11,74 Euro nach.

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