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Aktien Europa: Schwächer - Nokia enttäuscht erneut; Techwerte unter DruckDPA-Datum: 2004-07-15 13:03:12

(dpa-AFX) Paris/London - Belastet von einem negativen Nokia-Bericht haben europäische Standardwerte die Kursverluste am Donnerstag ausgebaut. Der finnische Handyhersteller habe mit seinem Quartalsbericht die jüngste Serie von Enttäuschungen aus dem Techsektor fortgesetzt und die Stimmung am Markt niedrig gehalten, sagte ein Aktienhändler. Nun warte der Markt auf Impulse aus den USA.

(dpa-AFX) Paris/London - Belastet von einem negativen Nokia-Bericht haben europäische Standardwerte die Kursverluste am Donnerstag ausgebaut. Der finnische Handyhersteller habe mit seinem Quartalsbericht die jüngste Serie von Enttäuschungen aus dem Techsektor fortgesetzt und die Stimmung am Markt niedrig gehalten, sagte ein Aktienhändler. Nun warte der Markt auf Impulse aus den USA.

Das Euro-Aktienbarometer Eurostoxx 50 < Sx5e.DJX > fiel um 1,15 Prozent auf 2.723,22 Punkte, der Stoxx 50 < Sx5p.DJX > verlor 0,96 Prozent auf 2.614,15 Zähler und der Euronext 100 < Pn100.PSE > gab 0,59 Prozent auf 618,75 Zähler ab. In Paris sackte der CAC 40 < Pcac.PSE > um 0,68 Prozent auf 3.623,97 Punkte. Der Londoner Ftse 100 < UKX.ISE > gab um 0,48 Prozent auf 4.351,90 Zähler nach und der Swiss-Market-Index < SMI.SFF > verlor 0,91 Prozent auf 5.497,60 Punkte.

Technologiewerte - allen voran Nokia < Nok1v.HSE > < Noa3.ETR > - standen laut Händlern unverändert im Fokus. Der weltgrößte Handyhersteller hatte mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal und dem Ausblick enttäuscht - die Aktien rutschten unter die Marke von 10 Euro und markierten ein mehrjähriges Tief bei 9,60 Euro. Zuletzt sank die Aktie um 14,17 Prozent auf 9,75 Euro. Alcatel < Pcge.PSE > < CGE.ETR > sanken in Paris um 2,12 Prozent auf 11,56 Euro.

Ericsson < Eric-B.SSE > < Ercb.FSE > konnten sich dem "Nokia-Schock" ebenfalls nicht entziehen und rutschten nach frühen Gewinnen mit zuletzt 0,95 Prozent auf 20,80 schwedische Kronen in Minus. Am Morgen hatte das Handy-Joint-Venture Sonyericsson Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und laut Händlern positiv überrascht. Der Nokia-Konkurrent hat einen Überschuss von 89 Millionen Euro nach minus 88 Millionen im Vorjahr ausgewiesen und den Umsatz klar gesteigert.

In London blieben Marks & Spencer < MKS.ISE > < MKS.FSE > das Hauptthema. Die Aktien den britischen Lebensmittel- und Bekleidungshändlers rutschten mit minus 5,63 Prozent auf 361,50 Pence ans "Footsie"-Ende, nachdem der Großunternehmer Philip Green am Vortag sein Übernahmeangebot zurückgezogen hat. Astrazeneca < AZN.ISE > < AZN.SSE > < ZEG.FSE > fielen um 1,56 Prozent auf 2.336,00 Pence. Händler verwiesen auf negativen Nachrichten zum Medikament "Nexium", dem verstärkte Konkurrenz durch Nachahmerversionen (Generika) drohe.

In Zürich zählten die Banken wie schon am Vortag zu den Verlierern: Credit Suisse Group < Csgn.VTX > < CSX.FSE > verloren 1,54 Prozent auf 41,45 Schweizer Franken, UBS < Ubsn.VTX > < UBR.FSE > fielen um 1,52 Prozent auf 83,95 Franken. Händlern zufolge sind weniger keine neue Nachrichten als vielmehr die aktuelle Börsenschwäche mit hoher Unsicherheit verantwortlich.

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