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Aktien Europa: Schwächer - Unilever-Warnung und Ölpreis drücken die Stimmung

Eine Gewinnwarnung des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers Unilever hat am Montag die Aktienmärkte in Europa belastet. Auch der steigende Ölpreis und die am Dienstag anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed stand im Fokus der Märkte. Experten gehen einhellig von einer Zinserhöhung um 0,25 %punkte auf 1,75 % aus, sind sich aber über die Zeit danach uneinig.

dpa-afx PARIS/LONDON. Eine Gewinnwarnung des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers Unilever hat am Montag die Aktienmärkte in Europa belastet. Auch der steigende Ölpreis und die am Dienstag anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed stand im Fokus der Märkte. Experten gehen einhellig von einer Zinserhöhung um 0,25 %punkte auf 1,75 % aus, sind sich aber über die Zeit danach uneinig.

Der Eurostoxx 50 verlor bis zum Mittag im ansonsten recht impulslosen Handel 0,86 % auf 2 764,78 Punkte. Der Euronext100 fiel um 0,96 % auf 631,56 Punkte. In Paris verlor der CAC 40 um 1,02 % auf 3 688,36 Punkte und in London der Ftse-100-Index um 0,59 % auf 4 564,10 Zähler.

Unilever büßten 5,98 % auf 46,97 ? ein und in London um 6,12 % auf 452,50 Pence ein. Der britisch-niederländische Einzelhändler hat seine Prognosen nach unten revidiert und erwartet im Gesamtjahr nun einen Gewinn je Aktie im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Carrefour SA litten ebenfalls unter dieser Nachricht und fielen um 1,41 % auf 41,31 ?. Groupe Danone SA gaben 1,47 % auf 63,55 ? nach. Nestle büßten 0,85 % auf 291,00 Franken ein.

Im Stoxx und Eurostoxx gab es an diesem Montag zudem ein Stühle-Rücken: Im Eurostoxx 50 wurde VW durch die Credit Agricole ersetzt und im Stoxx 50 Bayer und Aegon durch LM Ericsson und die Societe Generale . Credit Agricole verloren 1,40 % auf 21,77 ?. Ericsson gaben um 0,46 % auf 21,50 Schwedische Kronen nach und Societe Generale büßten um 1,30 % auf 72,10 ? ein.

Der Pharmasektor wurde von Merrill Lynch hochgestuft auf "Overweight" und gab diesen Aktien überwiegend Auftrieb. Die Pharmahersteller Roche und Glaxosmithkline haben zudem bei den europäischen Behörden ein Zulassungsgesuch für eine einmal monatliche orale Anwendung von Bonviva (Ibandronat) zur Behandlung von Osteoporose eingereicht. Glaxo gewannen 0,17 % auf 1 193,00 Pence. Roche legten um 0,59 % auf 127,00 Schweizer Franken. Die Schweizer meldeten zudem positive Ergebnisse des Medikament Tarceva bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Sanofi-Aventis verloren 0,70 % auf 56,95 ?. Der aus der Übernahme von Aventis durch Sanofi-Synthelabo entstandene Pharmakonzern erhielt am Freitag für sein Krebsmedikament Eloxatin eine Indikationsausweitung. Merrill Lynch nahm zudem die Bewertung der Aktie wieder auf und stufte den Titel mit "Buy" und einem Kursziel von 67 ? ein. JP Morgan hingegen nahm die Bewertung mit "Underweight" und einem Kursziel von 58 ? auf.

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