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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax etwas fester; Henkel, Lufthansa und Öl im Blick

Gestützt von positiven US-Vorgaben werden die deutschen Standardwerte am Donnerstag voraussichtlich etwas fester in den Handel starten. Die Citigroup sieht den Dax zum Börsenstart bei 4 068 Punkten, die Deutsche Bank bei 4 071 Zählern. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,02 Prozent auf 4 049,66 Punkte gewonnen.

dpa-afx FRANKFURT. Gestützt von positiven US-Vorgaben werden die deutschen Standardwerte am Donnerstag voraussichtlich etwas fester in den Handel starten. Die Citigroup sieht den Dax zum Börsenstart bei 4 068 Punkten, die Deutsche Bank bei 4 071 Zählern. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,02 Prozent auf 4 049,66 Punkte gewonnen.

Der Ölpreis dürfte weiter im Fokus der Anleger stehen. Dieser stieg im asiatischen Handel auf einen neuen Rekordwert. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl zur Lieferung im November kostete bis zu 52,24 Dollar und damit so viel wie noch nie zuvor seit Beginn des Future-Handels an der New Yorker Warenterminbörse Nymex im Jahr 1983. Am Mittwoch war erstmals die Marke von 52 Dollar nach oben durchbrochen worden. Grund für den erneuten Preisanstieg war Händlern zufolge der schwache Aufbau der Lagervorräte in den USA.

Europas führender Waschmittelhersteller Henkel setzt seine Expansion in Nordamerika und Asien fort. Der Düsseldorfer Konzern vereinbarte mit dem US-Konzern Clorox ein Tauschgeschäft mit einem Gesamtwert von gut 2,8 Mrd. Dollar (2,3 Mrd. Euro), teilte Henkel in der Nacht zum Donnerstag mit. Der Persil-Hersteller gibt seine bisherige Clorox-Beteiligung von 28,8 Prozent an den US-Konzern ab. Dafür bekommt Henkel mehrere Markenprodukte, die 20-prozentige Beteiligung von Clorox an Henkel-Iberica sowie rund 2,1 Mrd. Dollar (1,7 Mrd Euro) in bar. Händlern zufolge werde die Clorox-Beteiligung mit einem Abschlag zum Börsenwert abgegeben, was leicht negativ auf den Henkel-Kurs wirken könnte.

Angesichts der hohen Rohölpreise wird die Lufthansa ihre im August eingeführten Treibstoffzuschläge deutlich anheben. Zugleich hält die Fluggesellschaft an an ihrer Ergebnisprognose für 2004 fest. Bei Langstreckenflügen ist künftig ein Zuschlag von 17 Euro pro Streckenabschnitt fällig, das sind 10 Euro mehr als bisher, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Bei innereuropäischen Strecken sind sieben statt zwei Euro zu zahlen. Die Zuschläge gelten für Flugtickets, die vom 15. Oktober an verkauft werden.

Auch Analystenkommentare könnten die Kurse der entsprechenden Aktien bewegen. Goldman Sachs hatte den VW-Titel nach der Verpflichtung des früheren Daimler-Chrysler-Managers Wolfgang Bernhard von "Underperform" auf "In-Line" hochgestuft. CSFB bestätigte das Papier mit "Outperform". Der Titel hatte am Vorabend 7,88 Prozent gewonnen.

Der Softwarekonzern SAP plant einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge die Verlagerung von Verwaltungsaufgaben aus der Konzernzentrale in Walldorf und seinen europäischen Ländergesellschaften nach Prag. Nach Angaben eines SAP-Sprechers könnten Funktionen wie beispielsweise Lohnbuchhaltung oder Reisekostenabrechnung im neuen sogenannten Shared Service Center in der tschechischen Hauptstadt europaweit gebündelt werden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Donnerstagausgabe).

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