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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax gut behauptet - Zahlenreigen geht weiter

Geprägt von weiteren Quartalsbilanzen wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstag gut behauptet in den Handel starten. Die Citibank ermittelte den Dax rund eine Stunde vor Handelsstart bei 4 072 Punkten und die Deutsche Bank bei 4 071 Zählern.

dpa-afx F FRANKFURT. Geprägt von weiteren Quartalsbilanzen wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstag gut behauptet in den Handel starten. Die Citibank ermittelte den Dax rund eine Stunde vor Handelsstart bei 4 072 Punkten und die Deutsche Bank bei 4 071 Zählern. Am Montag hatte der Leitindex 0,13 Prozent auf 4 068,97 Punkte gewonnen. In New York schlossen der Dow Jones und der Nasdaq Composite kaum verändert.

"Die Quartalszahlen von RWE, Infineon und Deutsche Börse werden das Handelsgeschehen prägen", hieß es am Markt. Der Energieversorger RWE steigerte in den ersten neun Monaten sein Ergebnis deutlich. Wie der Konzern am Dienstag in Essen mitteilte, kletterte der Betriebsgewinn auf 4,464 (3,965) Mrd. Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr nahm der Stromversorger zum Teil zurück. Der Konzern erreichte sein Schuldenziel vorzeitig.

Auch aus der Technologiebranche gab es kursbewegende Nachrichten. So erhöhte der Halbleiter-Hersteller Infineon seinen Umsatz im Schlussquartal 2003/04 (Ende September) zwar überraschend deutlich, blieb aber sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Überschuss weit unter Analysten-Prognosen. Der Überschuss sank im Jahresvergleich unerwartet von 49 auf 44 Mill. Euro, wie die Infineon Technologies AG am Dienstag in München meldete. Nach Einschätzung eines Händlers lagen Zahlen und Ausblick "deutlich unter den Erwartungen". Lang & Schwarz stellte die Aktien vorbörslich bei 8,29 zu 8,37 Euro nach einem Montag-Schluss bei 8,65 Euro.

Die Deutsche Börse steigerte im dritten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr minimal und übertraf damit die Analystenerwartungen. "Die Aktie sollte heute vom Ausblick auf 2005 profitieren können, der zwar nur leicht besser als in line ausfiel. Es gab aber im Markt erhebliche Befürchtungen, dass das Unternehmen für 2005 deutlich pessimistischer sein könnte", sagte ein Frankfurter Aktienhändler.

Die Commerzbank hat zwischen Juli und September nach Experteneinschätzung deutlich weniger verdient als im zweiten Quartal. Im Vorjahr hatte die drittgrößte börsennotierte deutsche Bank wegen Abschreibungen auf Firmenwerte einen Milliardenverlust verbuchen müssen. Gründe für den niedrigeren Gewinn als im Vorquartal seien die schwachen Erträge sowie fehlende Einmalerträge aus Verkäufen von Finanzanlagen.

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