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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax höher erwartet - sinkender Ölpreis, HP-Zahlen

Für die deutschen Standardwerte erwarten Händler am Mittwoch erneut Gewinne zur Eröffnung. Unterstützung sollte dazu von den weiter sinkenden Ölpreisen und der positiv aufgenommenen Quartalsbilanz von Hewlett-Packard kommen.

dpa-afx FRANKFURT. Für die deutschen Standardwerte erwarten Händler am Mittwoch erneut Gewinne zur Eröffnung. Unterstützung sollte dazu von den weiter sinkenden Ölpreisen und der positiv aufgenommenen Quartalsbilanz von Hewlett-Packard kommen.

Eine Stunde vor Handelsbeginn ermittelte die Citibank und die Deutsche Bank den Dax bei 4 137 Punkten. Am Dienstag hatte er 0,41 Prozent auf 4 117,22 Punkte verloren.

Die Technologiewerte könnten in den Blickpunkt geraten. Der US-Computerhersteller Hewlett-Packard hat im vierten Quartal den Gewinn bei einem Rekordumsatz in jedem Segment und jeder Region um mehr als ein Viertel gesteigert. Das bislang schwache Geschäft mit Servern und Speichern habe sich deutlich erholt.

Bankenwerte könnten von neuerlichen Spekulationen über die Konzentration der Branche bewegt werden. Die britische Großbank Hbos hat den kontinentaleuropäischen Staaten eine Abschottung ihrer Finanzmärkte vorgeworfen. Die Übernahme einer Bank aus der ersten Reihe sei politisch tabu, sagte der Vorstandschef der viertgrößten britischen Bank, James Crosby dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) in einem Interview. Die schleppende Deregulierung der kontinentaleuropäischen Finanzmärkte sei einer der Gründe, die ihn von einer Übernahme abhielten.

Nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung" ist der Greenshoe-Anteil der im Vormonat verkauften T-Aktien des Bundes im Besitz des Bankenkonsortiums geblieben. Damit sinke der Anteil der KfW nicht unter die 10-Prozentmarke, wie ursprünglich geplant.

Linde-Aktien dürften in den Fokus geraten, nachdem der Anlagenbauer und Gasspezialist sein Exklusivpatent für das Medizingas-Medikament Inomax verloren hat. Das Europäische Patentamt habe das europaweit wirksame Patent für das seit 2002 in Europa vertriebene Produkt für unwirksam erklärt.

Daimler-Chrysler-Aktien könnten in Bewegung kommen. Der Autokonzern hat einen Bericht der "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) über die Zukunft des Kleinwagens dementiert. Die Zusammenarbeit mit Mitsubishi Motors werde fortgesetzt, während es definitiv keine Gespräche mit dem französischen Kleinwagenhersteller Peugeot gebe.

Bayer-Aktien werden laut Händlern das Interesse auf sich ziehen. Die Aktionäre des Chemie- und Pharmakonzerns sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung den Weg für die Abspaltung und den Börsengang des neuen Chemiekonzerns Lanxess frei machen. Nach Einschätzung von Aktionärsschützern wird die neue Gesellschaft hart arbeiten müssen, um erfolgreich zu werden. Im ersten Halbjahr betrug der Pro-forma-Umsatz von Lanxess 3,2 Mrd. Euro, während das Unternehmen rund drei Mill. Euro Verlust einfuhr.

Der Groß- und Einzelhändler Metro trennt sich von 137 Extra-Supermärkten und wird deshalb einen zweistelligen Millionenbetrag als Sonderbelastung verbuchen. Zusammen hatten die Märkte 550 Mill. Euro Umsatz erwirtschaftet. Überdurchschnittlich gut könnten sich die Aktien von Karstadt-Quelle entwickeln. Medienberichten zufolge steht der Handelskonzern kurz vor der Einigung mit den Banken über die Finanzierung des Konzernumbaus.

Aktien des Energiedienstleisters Techem werden im MDax unter dem Eindruck der vorgelegten Bilanz stehen. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 einen kräftigen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (30. September) stieg der Umsatz um sechs Prozent auf rund 432 Mill. Euro, während das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ebit) nach vorläufigen Angaben über der prognostizierten Spanne von 74 bis 77 Mill. Euro ausfallen soll.

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