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Aktien Frankfurt Ausblick: DAX kaum verändert gesehenDPA-Datum: 2004-06-28 09:21:31

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die meisten deutschen Standardwerte werden am Montag voraussichtlich kaum verändert in den Handel starten. Eine Stunde vor Börsenstart ermittelte die Deutsche Bank den Leitindex DAX < DAX.ETR > bei 4.010 Punkten. Die Citibank sah ihn bei 4.009 Zählern, Lang & Schwarz errechnete 4.008 Punkte. Am Freitag hatte der DAX 0,16 Prozent auf 4.013,35 Zähler gewonnen.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die meisten deutschen Standardwerte werden am Montag voraussichtlich kaum verändert in den Handel starten. Eine Stunde vor Börsenstart ermittelte die Deutsche Bank den Leitindex DAX < DAX.ETR > bei 4.010 Punkten. Die Citibank sah ihn bei 4.009 Zählern, Lang & Schwarz errechnete 4.008 Punkte. Am Freitag hatte der DAX 0,16 Prozent auf 4.013,35 Zähler gewonnen.

"Viele Investoren werden sich vor der wohl bald anstehenden Leitzinswende in den USA eher zurückhalten", sagte ein Marktteilnehmer. In den USA beginnt der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) am Dienstag mit seinen Beratungen. Am Markt wird nach der zweitägigen Sitzung der Währungshüter fest mit einer Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent gerechnet. Entscheidend sind Händlern zufolge Hinweise über das künftige Tempo der Leitzinserhöhungen.

Aus der Finanzbranche gab es möglicherweise kursbewegende Nachrichten. Die zweitgrößte Schweizer Bank Credit Suisse Group < CSGN.VTX > < CSX.FSE > will aus eigener Kraft wachsen und dabei profitabler werden. Nach Ansicht von Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz ist eine Fusion in Europa mit zu vielen Risiken behaftet. Das Synergiepotenzial bei einem grenzüberschreitenden Zusammenschluss sei sehr beschränkt, sagte Kielholz in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". "Solche Fusionen sind vor allem vom Drang nach Größe geprägt." Zuletzt kursierten Gerüchte, die Deutsche Bank < DBK.ETR > sei an einer Fusion mit der CSG interessiert.

Die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche in zwei nordrhein-westfälischen Siemens-Werken < SIE.ETR > hat die Debatte um längere Arbeitszeiten in Deutschland neu entfacht. Während Unionspolitiker und Wirtschaftsverbände die Vereinbarung in den Siemens-Werken in Bocholt und Kamp-Lintfort als Zukunftsmodell für die gesamte Republik würdigten, bekräftigte die IG Metall, dass es keine flächendeckende Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich geben werde.

Der DaimlerChrysler-Konzern < DCX.ETR > erwägt wegen der Vertuschung von Qualitätsmängeln bei dem japanischen Lkw-Hersteller Mitsubishi Fuso weiter eine Schadenersatzklage gegen den japanischen Partner Mitsubishi Corp. < MBC.SQ1 > < MBI.FSE > . "Wir haben eine Vertragslage, die es uns gestattet, Ansprüche an den Fuso-Verkäufer zu stellen", sagte DaimlerChrysler-Vorstand, Eckhard Cordes, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe). DaimlerChrysler hält 65 Prozent an Fuso.

Beim Autozulieferer Continental AG < CON.ETR > endet am Montag um Mitternacht der Übernahmepoker um den Hamburger Konkurrenten Phoenix AG < PHO.ETR > . Mit Spannung wird in der Conti-Zentrale in Hannover auf den Ablauf der Annahmefrist am 28. Juni um 24.00 Uhr gewartet. Conti-Chef Manfred Wennemer hatte am Freitagabend bekräftigt, dass er das Geschäft notfalls platzen lassen wird, sollte nicht die angestrebte 75-Prozent-Mehrheit zu Stande kommen. "Wir werden das Angebot von 15 Euro pro Aktie nicht verändern", hatte Wennemer der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX gesagt.

Lufthansa-Aktien < LHA.ETR > stehen nach Presseberichten ebenfalls im Blickpunkt. Dem "Spiegel" zufolge plant die Fluglinie einen Einstieg beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport < FRA.ETR > .

Die Aktie des Reiseunternehmens TUI < TUI.ETR > dürften ebenfalls in den Fokus der Anleger rücken. Nach drei Krisenjahren herrscht in der Reisebranche wieder Zuversicht. So rechnet die Welttourismusorganisation (WTO) mit Sitz in Madrid nach Informationen der Berliner Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) in diesem Jahr mit einem Plus von fünf Prozent, nachdem die Zahl der Reisenden rund um den Globus im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent zurückgegangen war.

Aus dem MDAX < MDAX.ETR > gab es ebenfalls Nachrichten. So erwägt der Warenhauskonzern KarstadtQuelle < KAR.ETR > nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" die Schließung von bis zu 30 unrentablen Warenhäusern. Bis zu 2.500 Arbeitsplätze könnten wegfallen, berichtete das Blatt. Ein Konzernsprecher wies den Bericht zurück. Mit der Arbeitnehmerseite werde über bestimmte Programme und Strukturmaßnahmen gesprochen. Festlegungen gebe es jedoch noch nicht.

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