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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax knapp behauptet - Hoher Eurokurs belastet

Die meisten deutschen Standardwerte werden am Montag mit leichten Kursverlusten in den Handel starten. Der hohe Eurokurs überschattet nach Einschätzung von Händlern den niedrigeren Ölpreis. Zudem hätten die US-Indizes nahe ihrer Tagestiefs geschlossen.

dpa-afx FRANKFURT. Die meisten deutschen Standardwerte werden am Montag mit leichten Kursverlusten in den Handel starten. Der hohe Eurokurs überschattet nach Einschätzung von Händlern den niedrigeren Ölpreis. Zudem hätten die US-Indizes nahe ihrer Tagestiefs geschlossen. Rund eine Stunde vor Börsenbeginn ermittelte die Commerzbank den Dax bei 4 191 Punkten, die Deutsche Bank und die Citigoup stellten ihn bei 4 192 Zählern fest. Der Leitindex hatte am Freitag 0,18 Prozent auf 4 208,87 Zähler verloren.

Einzelhandelswerte wie Metro , Karstadt-Quelle oder Douglas dürften in den Fokus der Anleger geraten. Knapp drei Wochen vor Heiligabend nährt das bisherige Weihnachtsgeschäft bei den Händlern Hoffnungen auf einen versöhnlichen Jahresausklang und eine bessere Konsumkonjunktur 2005. Nach einer Zwischenbilanz des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) läuft das Geschäft mit den Geschenken zum wichtigsten Fest des Jahres 2004 weiter spürbar besser als vor einem Jahr - und das mit steigender Tendenz.

Continental-Aktien werden laut Händlern im Blickpunkt stehen. Der Automobilzulieferer wird nach Einschätzung von Vorstandschef Manfred Wennemer erneut "gut abschneiden". "Neben dem Umsatz werden wir auch im Vergleich zum Rekordjahr 2003 unser Ergebnis nochmal steigern können", sagte er der "Automobilwoche" laut einem vorab veröffentlichten Bericht. Ohne diese Kosten werde der Konzern 2004 deutlich mehr als eine Mrd. Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) verdienen.

Auch zu Thyssen-Krupp gab es möglicherweise kursbewegende Nachrichten. Bis 2007 soll der Umsatz des größten deutschen Stahlkonzerns auf rund 45 Mrd. Euro steigen. Vorstandschef Ekkehard Schulz sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", trotz nachlassenden Wachstums im Kerngeschäft werde der Konzern zum Ende seiner Amtszeit zirka 45 Mrd. Euro Umsatz machen. "Und einen Gewinn, der sich entsprechend der Leistungssteigerung des Konzerns weiter positiv entwickelt hat".

Allianz-Aktien könnten ebenfalls das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Der Finanzkonzern will seiner Tochter Dresdner Bank über die wechselseitige Vertriebskooperation im kommenden Jahr einen Kunden-Schub verschaffen. Die Voraussetzungen für den Vertrieb von Bankprodukten über mehr als 10 000 Versicherungsagenturen seien geschaffen, sagte der Chef der Allianz Versicherung, Reiner Hagemann, in einem dpa-Gespräch in München. "Das haben wir uns vorgenommen - und das ist ein Quantensprung - für das kommende Jahr 300 000 Kunden für die Dresdner Bank Gruppe einzuwerben." Derzeit habe die Bank knapp fünf Millionen Kunden.

Aktien der Deutschen Telekom und von T-Online stehen ebenfalls im Fokus. Das Übernahmeangebot des Bonner Konzerns für den Internetanbieter stößt auf wenig Resonanz. Wie der Bonner Konzern in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, sind bis zum Donnerstag erst 8 183 Aktien zum Kauf angeboten worden. Dies entspricht 0,0 007 Prozent des Grundkapitals. Die Telekom will nach eigenen Angaben die Offerte nicht nachbessern.

Aus der Konsumgüterbranche gab es ebenfalls Neuigkeiten. Der Markenartikelkonzern Henkel (Persil, Pritt) macht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" zurzeit gegenüber den Herstellern von Billigprodukten Boden gut. Studien belegen einen Trend zu mehr Qualitätsbewusstsein.

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