Archiv
Aktien Frankfurt Ausblick: Dax schwächer erwartet - Ölpreis und US-Vorgaben

Belastet vom neuerlichen Anstieg des Ölpreises und schwachen Vorgaben der Wall Street werden die deutschen Standardwerte am Montag voraussichtlich schwächer in den Handel starten.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet vom neuerlichen Anstieg des Ölpreises und schwachen Vorgaben der Wall Street werden die deutschen Standardwerte am Montag voraussichtlich schwächer in den Handel starten. Eine Stunde vor Handelsbeginn ermittelten die Citibank und die Commerbank den Dax bei 4 104 Punkten, die Deutsche Bank stellte ihn bei 4 105 Zählern fest.

Am Freitag hatte der Dax 4 134,89 Punkten um 1,05 Prozent schwächer geschlossen. Im Tagesverlauf war der Index erstmals seit Juli 2002 über die Marke von 4 200 Punkten gestiegen und hatte bei 4 202,45 Punkten ein Jahreshoch markiert. In den USA hatten Äußerungen über die Dollarschwäche von Notenbank-Chef Alan Greenspan die US-Börsen zum Wochenausklang um mehr als ein Prozent ins Minus gedrückt.

Der Rohölpreis stieg am Montag aus Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen weiter in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar kostete am Morgen im asiatischen Handel mit 49,20 Dollar 31 Cent mehr als zu Handelschluss am Freitag in New York.

Den Technologiewerten SAP AG und Infineon Technologies AG dürfte die Aufmerksamkeit der Anleger gewiss sein: JP Morgan bekräftigte zwar die Einstufung "Overweight" für SAP, nahm den Titel aber von der "Fokusliste". Ursächlich hierfür seien der Dollarverfall und der vorsichtige Ausblick des Unternehmens auf die Margenentwicklung. Händler verwiesen darauf, dass SAP von der Übernahmeschlacht zwischen Oracle Corp. und Peoplesoft Inc. profitieren dürfte. Der Verwaltungsrat von Peoplesoft lehnte die feindliche Oracle-Übernahmeofferte von 9,2 Mrd. Dollar (7,1 Mrd Euro) am Wochenende erneut ab.

Händler verwiesen auf Spekulationen, Infineon Technologies AG plane Investitionskürzungen in den USA.

Die Aktien des Chemiekonzerns Basf dürften ebenfalls im Blick stehen. Das Unternehmen hat an seinem Standort Ludwigshafen mehr als 300 Mill. Euro eingespart und damit mehr als zwei Drittel der zwischen Management, Betriebsrat und Gewerkschaft vereinbarten Kostensenkungen erreicht.

Die Allianz AG will einem Pressebericht zufolge ihr der Konzern die Investment-Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein verkaufen, wenn dies einen strategischen Vorteil bringt.

Auch Karstadt-Quelle dürfte im Fokus stehen: Die Aktionäre des Handelskonzerns entscheiden heute auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine lebensnotwendige Finanzspritze für das krisengeschüttelte Unternehmen, die das arg zusammengeschrumpfte Eigenkapital des Konzerns um rund 500 Mill. Euro aufbessern soll. In dieser Woche hatten bereits die Banken grünes Licht für eine Verlängerung der Kredite von 1,75 Mrd. Euro für die kommenden drei Jahre signalisiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%