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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax-Start klar unter 3 900 Punkten erwartet

An der Frankfurter Börse ist am Montag mit einem schwächeren Handelsstart zu rechnen. Neben den schwachen Vorgaben des Marktes aus den USA und Asien dürfte die anhaltende Rekordfahrt beim Ölpreis und der unverändert feste Eurokurs das Sentiment belasten.

dpa-afx FRANKFURT. An der Frankfurter Börse ist am Montag mit einem schwächeren Handelsstart zu rechnen. Neben den schwachen Vorgaben des Marktes aus den USA und Asien dürfte die anhaltende Rekordfahrt beim Ölpreis und der unverändert feste Eurokurs das Sentiment belasten. So ermittelte die Citibank den Dax bei 3 899 Punkten. Lang & Schwarz berechnete 3 884 Punkte. Am Freitag hatte der Index minimal - um 0,03 Prozent - auf 3 935,14 Punkte hinzu gewonnen.

Unveränder markiert der Ölpreis neue Rekordstände. Ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im Dezember kostete im asiatischen Handel 55,57 Dollar und damit 40 Cent mehr als am Freitag bei Handelsschluss an der New Yorker Warenterminbörse Nymex.

Zudem erwarten die Investoren in Frankfurt mit Spannung die Vorlage des ifo-Geschäftsklimaindex für Oktober. Der Index wird nach Einschätzung von Volkswirten auf Grund des hohen Rohölpreises fallen und dürftze den markt entsprechend belasten. Im Durchschnitt erwarten die von AFX befragten Volkswirte einen Rückgang von 95,2 Punkten im Vormonat auf 94,8 Punkte im Oktober. Im September war der Geschäftsklimaindex noch von 95,3 Punkten auf 95,2 Punkte gefallen. Der Indikator wird um 10.00 Uhr veröffentlicht.

In den Mittelpunkt im MDax dürfte der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma rücken, der im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verzeichnet hat. Der Reingewinn war gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,1 Prozent auf 1,8 Mill. Euro gesunken. Der Umsatz fiel um 17,9 Prozent auf 221,4 Mill. Euro. Für den Gewinn im Gesamtjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem kleinen Plus. Beim Umsatz erhöhte Schwarz Pharma die Gesamtjahresprognose auf mehr als 850 Mill. Euro. Laut einem Händler fielen die Daten besser als erwartet aus.

Bayer-Aktien könnten ebenfalls in den Fokus geraten. Bayer Pharma und Onyx Pharmaceuticals wollen nach positiven Studien die Zulassung von BAY 43-9 006 zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs beantragen. Zudem habe die Kunstoffsparte BMS von einer starken Nachfrage berichtet, was das positive Bild laut Händlern abrundet.

Aktien der Deutschen Telekom werden am Montag laut Händlern das Interesse auf sich ziehen. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" zufolg erstmals öffentlich Zweifel an der Bilanzerstellung in der Gründungsphase des Konzerns geäußert. Wie die ARD am Sonntag mitteilte, hielten die Ermittlungsbehörden laut Staatsanwaltschaftssprec her Fred Apostel das 1994 angewandte Verfahren zur Immobilienbewertung für "höchst bedenklich". Diese Aussage könnte für den am 23. November in Frankfurt/Main beginnenden millionenschweren Mammutprozess von Aktionären gegen die Deutsche Telekom von "höchster Relevanz" sein.

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hat auf Ergebnisse in den laufenden Tarifverhandlungen des Konzerns gedrängt. Für wichtige Investitionsentscheidungen brauche er klare Rahmenbedingungen, sagte der Manager der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). "Ich brauche endlich ein Ergebnis, denn wir wollen in Kurzstrecken-Flugzeuge investieren", drängte er.

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