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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax verliert zum Wochenausklang den Elan

Fehlende Vorgaben von den US-Börsen werden den Elan am deutschen Aktienmarkt am Freitag voraussichtlich dämpfen. Auch vom Rekordhoch des Euro erwarten Händler Druck auf den Dax .

dpa-afx FRANKFURT. Fehlende Vorgaben von den US-Börsen werden den Elan am deutschen Aktienmarkt am Freitag voraussichtlich dämpfen. Auch vom Rekordhoch des Euro erwarten Händler Druck auf den Dax . Eine Stunde vor Handelsbeginn ermittelten die Citibank und die Deutsche Bank den Dax bei 4 146 Punkten, die Commerzbank stellte ihn bei 4 147 Zählern fest.

Tags zuvor hatte der Dax bei 4 160,35 Punkten um 0,85 Prozent fester geschlossen. In den USA waren die Börsen wegen des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen. An diesem Freitag findet an der Wall Street verkürzter Handel statt. Der Euro setzte seine Rekordjagd am Freitag fort. Die europäische Gemeinschaftswährung sprang erstmals über die Marke von 1,33 Dollar und markierte ein neues Allzeithoch bei 1,3 329 Dollar. Devisenexperten begründeten den neuen Anstieg mit einem Bericht der "Chinese Business News" wonach die chinesische Notenbank inzwischen weniger US-Anleihen kauft.

In Frankfurt rechnen Händler mit einem ruhigen Wochenausklang an der Börse. Das Interesse der Anleger dürfte sich vor allem auf die MDax-Aktien richten: Nach der Einigung mit Kleinaktionären werden Karstadt-Quelle Aktien in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Der Warenhauskonzern ist nach tagelangem zähem Ringen mit mehreren Kleinaktionären um eine Kapitalerhöhung von 500 Mill. Euro vorerst gerettet. Der Konzern konnte die Widersprüche der Anteilseigner am Donnerstagabend in letzter Minute aus dem Weg räumen und damit auch die Kreditlinie der Banken in Höhe von 1,75 Mrd. Euro für die Sanierung sichern.

Auch die im MDax notierten Pharmawerte dürften von Interesse sein: Schwarz Pharma bleibt trotz Problemen in den USA optimistisch, sein Parkinsonpflaster Rotigotin/Neupro im 1. Quartal 2006 auf den Markt bringen zu können. In den USA hatten Softwareprobleme zu einer Verzögerung der Zulassungsbearbeitung geführt. Der Darmstädter Pharmakonzern Merck Kgaa verkauft seine Produktionsstätte im französischen Pithiviers an die Orgasynth SA.

Auch einzelne Dax-Werte dürften in den Fokus rücken. Der Konsumgüterhersteller Henkel Kgaa setzt seine Restrukturierung fort und will weltweit 3 000 Arbeitsplätze abbauen. Für das neue Programm von 2004 bis 2006 rechnet das Unternehmen mit zusätzlichen Aufwendungen von 400 Mill. Euro. Die erwarteten Einsparungen betragen ab 2007 rund 125 Mill. Euro pro Jahr, teilte Henkel mit.

Die Deutsche Telekom will einem Pressebericht zufolge ihre Zusammenarbeit mit dem US-Softwarekonzern Microsoft ausbauen. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitag-Ausgabe) soll sich der Umsatz der Telekom mit Produkten von Microsoft bis 2007 auf 1,5 Mrd. Dollar verfünffachen. Das gehe aus internen Dokumenten der Telekom hervor, die der "FTD" vorliegen.

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