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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax von Ölpreis belastet - leichter erwartet

Für die deutschen Standardwerte erwarten Händler am Donnerstag Kursverluste zur Eröffnung. Während die US-Börsen im späten Handel einen Teil ihrer Verluste abgegeben hatten, zog der Ölpreis in Asien leicht an.

dpa-afx FRANKFURT. Für die deutschen Standardwerte erwarten Händler am Donnerstag Kursverluste zur Eröffnung. Während die US-Börsen im späten Handel einen Teil ihrer Verluste abgegeben hatten, zog der Ölpreis in Asien leicht an.

Eine Stunde vor Handelsbeginn ermittelte die Citibank und die Commerzbank den Dax bei 4 161 Punkten. Am Mittwoch hatte der Dax den höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht und schloss auf Tageshoch 1,61 Prozent fester mit 4 183,41 Punkten.

Allianz-Aktien könnten in den Fokus der Anleger geraten. Die Untersuchungen wegen Marktmanipulationen in der amerikanischen Versicherungsbranche haben einem Pressebericht zufolge jetzt auch den Münchener Dax-Konzern erreicht. Das Auskunftsersuchen der Generalstaatsanwaltschaft Connecticut sei Anfang November bei Allianz Life eingegangen, sagte eine Sprecherin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Versorgerwerte wie Eon und RWE werden laut Händlern in den Blickpunkt geraten. Das Bundeskartellamt hat sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Donnerstag) in den Streit um hohe Gaspreissteigerungen eingeschaltet. Derzeit werde bundesweit bei mehreren Gasversorgern überprüft, ob die letzten Preiserhöhungen um bis zu zehn Prozent gerechtfertigt waren, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Kartellbehörde.

Die Bankenwerte könnten das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Die Chancen für eine Bankenkonsolidierung in Deutschland durch die Deutsche Bank stehen schlecht. "Angesichts der hohen Komplexität ist eine Übernahme in Deutschland nur die Ultima Ratio", sagte der Deutsche-Bank-Privatkundenchef Rainer Neske der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). "Sie ist nur dann sinnvoll, wenn es sonst keine Wachstumsmöglichkeiten mehr gibt."

Die Aktien von Infineon und Süss Microtec AG dürften laut Händlern aktiv gehandelt werden. Der US-Halbleiterausrüster Applied Materials rechnet im laufenden Quartal mit sinkenden Auftragseingängen und Umsätzen.

Bilfinger Berger dürften sich unterdurchschnittlich entwickeln. Die Zahlen des Baukonzerns sind nach Ansicht von Marktteilnehmern schwach ausgefallen. "Ebita sowie das Ergebnis vor und nach Steuern lagen deutlich unter den Erwartungen", sagte ein Händler am Donnerstagmorgen.

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