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Aktien Frankfurt Ausblick: Etwas schwächer - Bayer nach Zahlen im Blick

Belastet von schwachen US-Vorgaben werden die deutschen Standardwerte am Dienstag voraussichtlich mit Kursverlusten in den Handel starten. Die Deutsche Bank sah den DAX am Morgen bei 3 826 Punkten, die Citigroup bei 3 825 Zählern. Am Montag hatte der Index 0,32 % auf 3 838,85 Punkte verloren, die US-Börsen hatten etwas schwächer geschlossen.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von schwachen US-Vorgaben werden die deutschen Standardwerte am Dienstag voraussichtlich mit Kursverlusten in den Handel starten. Die Deutsche Bank sah den DAX am Morgen bei 3 826 Punkten, die Citigroup bei 3 825 Zählern. Am Montag hatte der Index 0,32 % auf 3 838,85 Punkte verloren, die US-Börsen hatten etwas schwächer geschlossen.

Nach Vorlage von Zahlen wird die Bayer-Aktie laut Händlern im Fokus der Investoren stehen. Der Chemie- und Pharmakonzern hat im zweiten Quartal dank eines kräftigen Wachstums seines Pflanzenschutzgeschäfts das operative Ergebnis vor Sondereffekten überraschend deutlich gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Sondereffekten um 44,1 % auf 660 Mill. ?, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Die elf von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten hatten im Durchschnitt 567 Mill. ? erwartet.

Aus der Autobranche gab es ebenfalls Nachrichten. BMW hat in den USA sowie weltweit im August nach Aussage von Unternehmenschef Helmut Panke rund acht Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als noch im Vorjahr. Panke bestätigte zudem in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" (Online-Ausgabe) die Jahresziele des Konzerns für Absatz, Umsatz und Gewinn, wo BMW jeweils neue "Spitzenwerte" erreichen will. Die Münchener sagen der Automobilbranche bis zum Ende des Jahrzehnts ein Absatzplus von knapp 17 % voraus.

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller sieht die geplante grenzüberschreitende Übernahme der britischen Bank Abbey National durch die spanische Santander Central Hispano (SCH) gelassen. "Das wird keinen Dominoeffekt in Europa, speziell nicht in Deutschland, nach sich ziehen", sagte er dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Die größte spanische Bank hat 8,1 Mrd. Pfund für Abbey geboten, muss sich aber möglicherweise auf einen Bieterkampf mit britischen Banken wie Hbos einstellen.

Im Mdax dürfte die Aktie der Aareal Bank unter Abgabedruck geraten. Der Immobilienfinanzierer hatte am späten Montagabend mit mehreren negativen Nachrichten aufgewartet. Wegen eines höheren Risikovorsorge-Bedarfs rechnet die Gesellschaft nun überraschend mit einem Jahresfehlbetrag. Zudem will sie ihr Kapital erhöhen und sich von Geschäftsteilen trennen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Glauner räumte seinen Chefsessel.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG forciert ihre Sparanstrengungen. "Wir müssen auch die Personalkosten, die wir in der Heidelberg-Gruppe an unserem Standort in Deutschland haben, auf den Prüfstand stellen", sagte Heidelberg-Finanzchef Herbert Meyer der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Das betreffe alles, "von der Anzahl der Mitarbeiter bis zur Entlohnung".

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