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Aktien Frankfurt Ausblick: Gut behauptet - Ruhiger Jahresausklang erwartet

Zum letzten Handelstag 2004 werden deutsche Aktien am Donnerstag gut behauptet erwartet. Die US-Börsen hatten sich im späten Handel von ihren Tagestiefs erholt und für leicht positive Vorgaben gesorgt.

dpa-afx FRANKFURT. Zum letzten Handelstag 2004 werden deutsche Aktien am Donnerstag gut behauptet erwartet. Die US-Börsen hatten sich im späten Handel von ihren Tagestiefs erholt und für leicht positive Vorgaben gesorgt. Rund eine Stunde vor Börsenbeginn errechnen die Citigroup und die Deutsche Bank den Dax bei 4 257 Punkten. Am Mittwoch verlor der Leitindex 0,33 Prozent auf 4 247,75 Zähler. Börsianer rechnen mit anhaltend dünnem Handel. Der Börsenhandel endet an diesem Donnerstag um 14 Uhr.

"Vom heute verkürzten Handel ist nicht mehr viel zu erwarten", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Möglicherweise versuchten noch einige Investoren die Kurse von Einzelwerten in die von ihnen gewünschte Richtung zu drücken, meist dürfte das Geschehen aber sehr ruhig bleiben. Mit dem Anstieg seit Anfang November hätten die deutschen Standardwerte einen zumeist versöhnlichen Jahresausklang geschafft, der TecDax blieb jedoch etwas zurück.

Auf der Nachrichtenseite sei es extrem ruhig und es seien kaum Impulse zu entdecken, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Die Vorgaben für Halbleiterwerte seien recht gut. Entsprechend könnten sich die Aktien von Infineon Technologies nach ihrer schwachen Entwicklung 2004 vielleicht noch etwas erholen. Positiv sei hier auch die Aussage von Siemens am Vortag, dass zunächst keine weiteren Beteiligungsverkäufe geplant seien.

Siemens-Aktien selbst hatten am Mittwochnachmittag kaum auf die Aussagen von Heinrich von Pierer in der "Börsen-Zeitung" reagiert. Der scheidende Vorstandschef sieht in naher Zukunft keinen Bedarf für Beteiligungsverkäufe. Bei den Mobiltelefonen gelte unverändert, dass die Situation bereinigt werden müsse. Zur defizitären Handysparte sagte der scheidende Konzernchef von Pierer dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe): "Ich hoffe, dass ich auf der Hauptversammlung am 27. Januar etwas dazu sagen kann. Aber sicher bin ich mir nicht". Er bekräftigte, dass alle Möglichkeiten in Betracht kämen - sowohl eine Sanierung oder eine Schließung als auch ein Verkauf oder eine Kooperation.

Lufthansa stünden ebenfalls im Blick. Im laufenden Bietverfahren um die ausstehenden Anteile des Reisebuchungsspezialisten Amadeus Global Travel Distribution sind nach Informationen der "Börsen-Zeitung" nun die Preisgebote beim Umworbenen eingegangen. Demnach soll ein Konsortium aus Carlyle und CVC US den Aktionären 8,25 Euro je Aktie bieten.

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