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Aktien Frankfurt Ausblick: Gut behauptet - Telekom und T-Online im Fokus

Die meisten deutschen Aktien werden am Montag zum Handelsstart gut behauptet erwartet. Die Indikation der Deutschen Bank und der Citigroup für den Dax liegt bei 4 020 Punkten. Commerzbank und Lang & Schwarz ermittelten den Dax-Start bei 4 019 Punkten.

dpa-afx FRANKFURT. Die meisten deutschen Aktien werden am Montag zum Handelsstart gut behauptet erwartet. Die Indikation der Deutschen Bank und der Citigroup für den Dax liegt bei 4 020 Punkten. Commerzbank und Lang & Schwarz ermittelten den Dax-Start bei 4 019 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex um 0,69 Prozent schwächer auf 4 015,54 Punkten geschlossen. In den USA hatte am Freitag der Arbeitsmarktbericht für September enttäuschent. Zudem lastete der nach wie vor hohe Ölpreis auf den Märkten.

Am Montagmorgen lag der Ölpreis im asiatischen Handel nur knapp unter seinen am Freitag erreichten Höchstständen und kostete 53,30 Dollar. Die Vereinigten Arabischen Emirate sagten zudem am Wochenende, sie werden ihre Produktion erhöhen. In absehbarer Zukunft sollen zusätzlich 300 000 Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag auf den Weltmarkt kommen.

Das Hauptinteresse der Anleger an diesem Tag dürften die Deutsche Telekom und ihre Internet-Tochter T-Online auf sich ziehen. Die Konzernmutter will ihre Internet-Tochter zum aktuellen Kursniveau wieder von der Börse nehmen. Den schätzungsweise 1,5 Mill. Kleinaktionären von T-Online bietet die Telekom einen Aktientausch in T-Aktien oder eine Barzahlung von 8,99 Euro je T-Online-Aktie an.

Erstzeichner der Aktie hatten zum Börsengang 27 Euro je Aktie gezahlt. Zudem hieß es am Morgen, dass die staatseigene Bank KfW weitere Aktien der Telekom verkaufen werde. Es sollen Aktien im Wert von bis zu drei Mrd. Euro veräußert werden. Hinzu komme eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 15 Prozent und die Begebung von Optionsscheinen in Aktien der Deutsche Telekom AG im Wert von bis zu einer Milliarde Euro.

Auch Versicherer dürften Interesse auf sich ziehen: Das Bundeskartellamt will nach einem Pressebericht gegen führende Industrieversicherer und ihre Manager Bußgelder in Millionenhöhe wegen illegaler Absprachen verhängen. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) sind in den vergangenen Tagen den größten Versicherungsgruppen sowie zahlreichen Managern die Entwürfe der Bußgeldbescheide zugegangen. Ein Allianz-Sprecher bestätigte der Zeitung, dass entsprechende Dokumente eingegangen seien. Zu den betroffenen Unternehmen gehört auch Victoria, eine Tochter der Münchener Rück .

Der Vorstandsvorsitzender von Altana , Nikolaus Schweikart, kündigte Übernahmen an. "Wir werden intern wie auch durch Akquisitionen wachsen", sagt er der "Welt am Sonntag". "Ob die Konstellation dann so bleibt wie heute, mit zwei Firmen unter einem Dach, oder ob neue Formen entstehen, bleibt abzuwarten." Unternehmensintern werde derzeit intensiv überlegt, wie die Chemiesparte in Zukunft aufgestellt sein soll, schreibt das Blatt.

Bei Karstadt-Quelle wurde am Sonntagabend in Berlin der Krisengipfel beendet. Das Treffen der Vertreter von Aufsichtsrat, Vorstand und Belegschaft sei in "konstruktiver" Atmosphäre verlaufen, erfuhr die dpa aus unternehmensnahen Kreisen. Am Montag laufen Verhandlungen zwischen Vorstand und Arbeitnehmern an. Dabei geht es vor allem um den Beitrag der Belegschaft zur Sanierung. Presseberichte über eine Entlassung von 8 700 Stellen bei Karstadt-Quelle sind nach Aussage von unternehmensnahen Kreise "reine Spekulation". "Keiner weiß, wie viel es wirklich sind", verlautete aus unternehmensnahen Kreise am Sonntag.

Zulegen könnte die Merck-Aktie : Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck wird eigenen Angaben zufolge mit seinem neuen Krebsmittel Erbitux mehr Umsatz erwirtschaften als erwartet. "Wir werden die bisherige Erbitux-Prognose für dieses Jahr übertreffen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Bernhard Scheuble, in einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Bisher hatte Merck für das laufende Jahr 40 bis 50 Mill. Euro Umsatz mit Erbitux veranschlagt.

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