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Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert - TUI und Post im Blick

Die deutschen Standardwerte werden am Montag voraussichtlich kaum verändert in den Handel starten. Die Deutsche Bank sah den DAX am Morgen bei 3 851 Punkten, die Indikation der Citigroup lag bei 3 850 Zählern. Am Freitag hatte der Index 0,49 % auf 3 851,18 Zähler gewonnen, die waren US-Börsen gut behauptet aus der Woche gegangen.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte werden am Montag voraussichtlich kaum verändert in den Handel starten. Die Deutsche Bank sah den DAX am Morgen bei 3 851 Punkten, die Indikation der Citigroup lag bei 3 850 Zählern. Am Freitag hatte der Index 0,49 % auf 3 851,18 Zähler gewonnen, die waren US-Börsen gut behauptet aus der Woche gegangen.

Händler rechnen mit anhaltend niedrigen Umsätzen: "Uns dürften auch in dieser Woche marktbewegende Impulse fehlen, zudem bleibt heute die Börse in London geschlossen." An diesem Montag beginnt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in New York der Parteitag der Republikanischen Partei. Auf dem viertägigen Konvent soll US-Präsident George W. Bush von den 2 509 Delegierten offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 2. November nominiert werden.

Einmal mehr dürfte die TUI-Aktie im Blickpunkt stehen. Die Westlb verhandelt mit einem strategischen Investor über den Verkauf ihres Anteils an Europas größtem Reisekonzern und will noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen. "Die Gespräche laufen schon eine ganze Weile. Sie sind ernsthaft", sagte Westlb-Vorstandschef Thomas Fischer der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Montagausgabe). "Wenn möglich, wollen wir unsere TUI-Beteiligung noch 2004 abgeben", sagte er weiter. Fischer wollte nicht sagen, mit wem er spricht. Zuletzt wurden oft Hotelketten als Interessenten gehandelt - viele haben aber abgewunken.

Beim Verkauf des 31-prozentigen Westlb-Anteils an TUI ist die spanische Hotelkette Riu Hotels nach Informationen der "Financial Times" die wahrscheinlichste Alternative bei den potenziellen Käufern. Dies schreibt die Zeitung in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Als Kaufsumme nannte die Zeitung einen Preis von bis zu 900 Mill. ?. Tui hält 49 % an Riu.

Auch aus der Logistik-Branche gab es möglicherweise kursbewegende Nachrichten. Die Deutsche Post will nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" bis zum 6. September ein Gebot für eine Minderheitsbeteiligung an der Post Danmark abgeben. Die Bonner wollten die gesamten 25 % übernehmen, die vom dänischen Parlament zur Privatisierung freigegeben worden seien, berichtet das Magazin. Seit Herbst 2003 arbeiten die Dänen im Paketgeschäft eng mit der Posttochter DHL zusammen.

Die Deutsche Telekom muss einem Bericht zufolge um ihren Beschäftigungspakt für insgesamt 120 000 Mitarbeiter des Unternehmens bangen. Eine gleichzeitige Absenkung von Arbeitszeit und Entgelt, wie sie beide Seiten im März beschlossen hatten, könnte zumindest für die 50 000 Beamten der Deutschen Telekom an einer rechtlichen Hürde scheitern, schreibt das "Handelsblatt" in seiner Montagausgabe unter Berufung auf Stellungnahmen mehrerer Experten für eine Bundestagsanhörung am 6. September, die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegen.

Im Tarifkonflikt bei Volkswagen droht die IG Metall erneut mit einer harten Gangart gegen die vom Vorstand angestrebte Nullrunde. Es sei zwar noch zu früh, über einen Streik zu spekulieren, sagte der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine der "Welt am Sonntag". Er wies aber auf den hohen Organisationsgrad der größten deutschen Industriegewerkschaft in der VW-Belegschaft hin. "Wir werden engagiert in die Tarifrunde gehen und unseren Forderungen wenn nötig mit Warnstreiks und Protestaktionen Nachdruck verleihen", sagte Meine, der auf Gewerkschaftsseite die am 15. September beginnenden Tarifverhandlungen führt.

Die Spitzenbankerin Christine Licci könnte einem Bericht zufolge im Herbst in den Vorstand der Hypovereinsbank wechseln. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Montagsausgabe. Die ehemalige Chefin der Citibank in Deutschland ist sich nach "FTD"-Informationen aus Licci nahe stehenden Kreisen mit HVB-Vorstandssprecher Dieter Rampl im Grundsatz einig geworden. Eine Entscheidung steht noch aus, weil die HVB noch über eine neue Struktur für ihr größtes Geschäftsfeld Deutschland diskutiert.

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