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Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert - Versorger und Banken im Fokus

Gebremst von schwachen US-Vorgaben werden die meisten deutschen Standardwerte am Donnerstag voraussichtlich kaum verändert in den Handel starten. Darauf deuteten am Morgen die Indikatoren der Vorbörsen. So ermittelte die Commerzbank vorbörslich einen unveränderten Dax-Stand von 3 942 Punkten. Die Deutsche Bank berechnete 3 942 Punkte und Lang & Schwarz ermittelte zugleich 3 943 Punkte. Am Mittwoch war der Xetra-Dax um 0,15 % leichter bei 3 941,75 Punkten aus dem Handel gegangen.

dpa-afx FRANKFURT. Gebremst von schwachen US-Vorgaben werden die meisten deutschen Standardwerte am Donnerstag voraussichtlich kaum verändert in den Handel starten. Darauf deuteten am Morgen die Indikatoren der Vorbörsen. So ermittelte die Commerzbank vorbörslich einen unveränderten Dax-Stand von 3 942 Punkten. Die Deutsche Bank berechnete 3 942 Punkte und Lang & Schwarz ermittelte zugleich 3 943 Punkte. Am Mittwoch war der Xetra-Dax um 0,15 % leichter bei 3 941,75 Punkten aus dem Handel gegangen.

Versorger könnten im frühen Handel in den Mittelpunkt rücken. So prüft die hiesige Energiebranche laut einem Bericht des "Handelsblatts" auf Vorschlag des Versorgers Eon , die bereits angekündigten Preiserhöhungen zu verschieben. Im Gegenzug bemühe sich die Bundesregierung, die Genehmigungsverfahren für den Bau neuer Kraftwerke zu beschleunigen. Über einen entsprechenden Kompromiss solle auf dem geplanten Energiegipfel bei Bundeskanzler Gerhard Schröder beraten werden. Als Termin sei offenbar der 30. September vorgesehen.

Halbleiter-Hersteller Infineon könnte belastet werden, nach dem sich der Kartellrechts-Verletzung in den USA schuldig bekannt hat. Infineon muss nun eine Strafe in Höhe von 160 Mill. $ zahlen. Die Zahlung im Zusammenhang mit dem Dram-Wettbewerbsverfahren sei gänzlich von Rückstellungen gedeckt und erfolge in gleichen Raten bis 2009, teilte Infineon mit. Die US-Justiz ermittelt auch gegen andere führende Chipproduzenten wegen Preisabsprachen. Zudem nimmt die EU-Kommission den europäischen Markt für Speicherprodukte seit einiger Zeit unter die Lupe.

Auch aus der am Vortag stark gefragten Bankenbranche gab es neue Nachrichten. So startet die Hypovereinsbank nach Informationen der "Welt" eine Vertriebsoffensive für ihr deutsches Privatkundengeschäft. Künftig biete Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Großbank ihren Kunden nach dem so genannten Starter-Paket mindestens zwei bis drei weitere standardisierte Produktbündel an, hieß es unter Berufung auf Branchenkreise. Die Bank konzentriere sich dabei auf eine geringere Anzahl an Produkten, die sie dafür aber zu kompletten Lösungspaketen verschnürt.

Mit Skepsis begegnen Konjunkturexperten hingegen den wirtschaftlichen Aussichten. Der Deutsche Industrie und Handelskammertag (Dihk) erwartet in den kommenden Monaten eine deutliche Abschwächung der konjunkturellen Erholung in Deutschland. "Die Impulse aus der Weltwirtschaft lassen merklich nach und das wird sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirken", sagte Dihk-Chefvolkswirt Axel Nitschke der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe). Besonders in den USA drohe die Nachfrage nach deutschen Produkten zurückzugehen. Grund sei die vollzogene Zinswende, die Kredite allmählich verteuere.

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