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Aktien Frankfurt Ausblick: Schwächer erwartet - Autotitel im FokusDPA-Datum: 2004-07-12 08:23:04

(dpa-AFX) Frankfurt - Unter anderem belastet von einem negativen Medienbericht zu Volkswagen dürften die deutschen Aktienmärkte am Montag voraussichtlich mit Verlusten in den Tag starten. Eine Stunde vor Handelsbeginn ermittelten die Commerzbank und Lang & Schwarz den DAX < DAX.ETR > bei 3.901 Punkten, während die Deutsche Bank ihn bei 3.899 Punkten erwartet. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex um 0,25 Prozent auf 3.924,49 Punkte nachgegeben. Die US-Börsen hatten hingegen unter anderem vom guten Quartalsergebnis des Mischkonzerns General Electric (GE) Auftrieb erhalten und mit leichten Gewinnen geschlossen.

(dpa-AFX) Frankfurt - Unter anderem belastet von einem negativen Medienbericht zu Volkswagen dürften die deutschen Aktienmärkte am Montag voraussichtlich mit Verlusten in den Tag starten. Eine Stunde vor Handelsbeginn ermittelten die Commerzbank und Lang & Schwarz den DAX < DAX.ETR > bei 3.901 Punkten, während die Deutsche Bank ihn bei 3.899 Punkten erwartet. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex um 0,25 Prozent auf 3.924,49 Punkte nachgegeben. Die US-Börsen hatten hingegen unter anderem vom guten Quartalsergebnis des Mischkonzerns General Electric (GE) Auftrieb erhalten und mit leichten Gewinnen geschlossen.

Im Fokus werden Autowerte stehen; allen voran Volkswagen < VOW.ETR > . Die Wolfsburger steuern nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auf eine Krise zu. VW-Chef Bernd Pischetsrieder müsse bald eine Gewinnwarnung herausgeben, hieß es in dem Bericht. Das Ziel eines operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen von 2,5 Milliarden Euro - und damit auf Vorjahresniveau - sei nicht mehr zu erreichen. VW-Sprecher Dirk Große-Leege dementierte hingegen, dass bei dem Wolfsburger Autobauer Krisenstimmung herrsche. Außerdem ermittelt auch noch die EU-Kommission gegen die VW-Tochter Audi wegen angeblich rechtswidriger Geschäftspraktiken.

Auch bei Daimlerchrysler AG < DCX.ETR > gibt es Ärger: Im Streit mit dem Betriebsrat um Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe steht dem Stuttgarter Automobilkonzern Daimlerchrysler eine turbulente Woche bevor. Die Auseinandersetzungen erreichten am Samstag einen ersten Höhepunkt, als 12.000 Beschäftigte im Pkw-Werk Sindelfingen ihre Arbeit nicht antraten und es zu Produktionsausfällen kam. Der Betriebsrat hatte notwendige Überstunden verweigert und will auch am geplanten Aktionstag an diesem Donnerstag (15. Juli) festhalten. Die IG Metall hat dazu sämtliche Daimlerchrysler-Mitarbeiter in Deutschland zu Protesten aufgerufen.

Zusätzlich dürften die Autotitel belastet werden von einer negativen Meldung aus dem Autohandel: Dieser erwartet in Deutschland angesichts der Konjunkturflaute offenbar ein rabenschwarzes Jahr 2004. "Selbst die gerade auf 3,24 Millionen Neuzulassungen reduzierte Prognose des Automobilverbandes VDA ist aus unserer Sicht noch zu optimistisch", sagte der Sprecher des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Helmut Blümer, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Mehrere Nachrichten gibt es zum Technologiekonzern Siemens < SIE.ETR > . So hält dieser nach den Worten des scheidenden Vorstandschefs Heinrich von Pierer am Handygeschäft fest. Gerüchte, wonach der Siemens-Konzern die renditeschwache Mobiltelefonsparte in ein Gemeinschaftsunternehmen auslagern wolle, bezeichnete von Pierer im Gespräch mit dem Magazin "Focus" als "wüste Spekulationen". Wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf unternehmensnahe Kreisen berichtet, führt der Münchner Konzern Verhandlungen über eine größere Beteiligung am russischen Maschinenbauer Silowyje Maschiny. In Kürze der solle Bau einer Fabrik für Bosch-Siemens-Hausgeräte in Russland bekannt gegeben werden. Goldman Sachs stufte Siemens unterdessen von "Outperform" auf "In-line" ab.

In der zweiten Reihe könnten Eads-Papiere < Pead.PSE > < EAD.FSE > in den Blick rücken. Der neue Super-Airbus A380 soll dem größten europäischen Luftfahrtkonzern Eads jährlich einen Umsatzschub von rund sechs Milliarden Euro bescheren. Diese Zahl nannte Eads-Co-Vorstandschef Rainer Hertrich in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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