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Aktien Frankfurt Ausblick: Schwächer erwartet - Nokia-Zahlen im Fokus

Am deutschen Aktienmarkt rückt die 4 000-Punkte-Marke für den Dax am Donnerstag wieder in weitere Ferne. Händler rechnen zum Handelsstart mit Verlusten, nachdem der Ölpreis erneut gestiegen ist und bereits am Vorabend die US-Märkte belastet hatte.

dpa-afx FRANKFURT. Am deutschen Aktienmarkt rückt die 4 000-Punkte-Marke für den Dax am Donnerstag wieder in weitere Ferne. Händler rechnen zum Handelsstart mit Verlusten, nachdem der Ölpreis erneut gestiegen ist und bereits am Vorabend die US-Märkte belastet hatte. Die vorbörsliche Dax-Indikation der Citigroup und von Lang & Schwarz lag eine Stunde vor Handelsstart bei 3 938 Punkten. Am Mittwoch hatte sich der deutsche Leitindex gut behauptet mit plus 0,24 Prozent auf 3 976,03 Punkte.

Der Ölpreis hatte die US-Aktien gedrückt, so dass der Dow-Jones-Index zeitweise unter 10 000 Punkte rutschte und im Verlauf ein Zwei-Monatstief markierte. Am Ende standen minus 0,74 Prozent auf 10 002,33 Punkte zu Buche. Der Composite Index verlor 0,24 Prozent auf 1920,25 Zähler.

Mit Spannung würden am Mittag die Nokia-Zahlen erwartet, sagte ein Händler. Sie seien richtungsweisend für die Märkte. Nach Einschätzung von Analysten hat der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia eine eigenen Gewinn- und Umsatzprognosen im dritten Quartal erfüllt. Die Zahlen werden vor allem Einfluss auf die Technologie-Titel Infineon Technologies , Siemens oder Epcos haben.

In den Fokus könnten an diesem Tag auch die Papiere des Stahl- und Industriegüterherstellers Thyssen-Krupp rücken. Dieser will gemeinsam mit dem brasilianischen Bergwerkskonzern Cvrd in Brasilien eine neue Stahlhütte für rund zwei Mrd. Euro bauen. Dies hat der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe) bestätigt.

Wie der Chemie- und Pharmakonzern Bayer bekannt gab, einigte er sich in einem Kautschuk-Wettbewerbsstreit mit dem US-Justizministerium auf eine Geldstrafe von 4,7 Mill. Dollar geeinigt. Das Unternehmen habe für das dritte Quartal eine entsprechende Rückstellung geblidet, so die Leverkusener am Mittwochabend. Ein Händler kommentierte: "Die Strafe ist aber für einen so großen Konzern zu klein, um daraus einen Kurseinfluss abzuleiten."

Wenige Stunden vor der Aufsichtsratssitzung des Karstadt-Quelle-Konzerns zeichnete sich bei den Verhandlungen zur Rettung des Unternehmens in Essen noch immer keine Einigung ab. Das dürfte die schwer gebeutelte Aktie erneut belasten. Knackpunkte sind die Fragen der tariflichen Einschnitte und des geforderten Verzichts auf betriebsbedingte Kündigungen.

Der Flughafenbetreiber Fraport steigerte im September am Flughafen Frankfurt die Fluggastzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent auf 4,83 Millionen. Konzernweit stieg die Passagierzahl im vergangenen Monat um 5,5 Prozent auf 7,69 Millionen. "Die Zahlen sind okay, bleiben aber hinter Flughäfen wie London und Wien zurück", sagte ein Händler in Frankfurt. Aber das sei auch schon in den vergangenen Monaten so gewesen und daher "keine große Überraschung".

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