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Aktien Frankfurt Ausblick: Schwächer erwartet - zahlreiche Bilanzen im Fokus

Unter dem Einfluss der im Handelsverlauf abbröckelnden US-Börsen und zahlreicher Quartalsbilanzen deutscher Unternehmen werden die meisten Aktien hierzulande zum Handelsstart mit Kursverlusten erwartet.

dpa-afx FRANKFURT. Unter dem Einfluss der im Handelsverlauf abbröckelnden US-Börsen und zahlreicher Quartalsbilanzen deutscher Unternehmen werden die meisten Aktien hierzulande zum Handelsstart mit Kursverlusten erwartet. Die Citibank ermittelte den Dax rund eine Stunde vor Handelsstart bei 4 026 Punkten, die Deutsche Bank 4 028 Punkten. Am Mittwoch, dem Tag nach der US-Präsidentschaftswahl, hatte der Leitindex fast unverändert mit plus 0,04 Prozent auf 4 039,04 Zähler geschlossen.

In den USA hatten die Börsen nach der Wiederwahl des republikanischen Präsidenten George Bush zwar zwischen 0,6 und 1,1 Prozent zugelegt, aber dennoch deutlich unter ihren Höchstständen geschlossen.

Mit Blick auf die Berichtssaison sorgte die Quartalsbilanz der Hypovereinsbank (HVB) für die erste Enttäuschung am Morgen. Der Überschuss sank laut HVB auf sechs Mill. Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatte im Schnitt 59 Mill. Euro erwartet. "Das ist deutlich schlechter als erwartet", sagte ein Frankfurter Händler. Zugleich senkte die Bank wie erwartet ihre Prognose für die operativen Erträge und das Betriebsergebnis.

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana übertraf mit den Quartalszahlen die Markterwartungen und lag auch beim Umsatz über den Analystenprognosen. Zudem könnten im Dax die Tui-Aktien Interesse auf sich ziehen. Die Pläne in der spanischen Wirtschaft, sich beim Reisekonzern einzukaufen, stehen laut einem Pressebericht vor dem Scheitern. Wie das "Handelsblatt" aus Bankenkreisen erfuhr, ist kurzfristig einer der potenziellen Investoren abgesprungen.

Die im MDax notierte Deutsche Post traf hingegen nach einer Einschätzung der HVB mit ihrer Bilanz der ersten drei Quartale die Markterwartung. Während die Dividende etwas stärker als von der Bank vermutet angehoben worden sei, hätten sich die Geschäftsbereiche Logistik und Finanzen erwartungsgemäß stark gezeigt. Das Briefgeschäft sei hingegen so schwach wie von ihm angenommen verlaufen.

Auch in die EADS-Aktien dürfte Bewegung kommen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern erhöhte seine Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im laufenden Jahr auf 2,2 Mrd. Euro. Analysten hatten wegen der erhöhten Airbus-Auslieferungen mit einer Anhebung auf mindestens 2,2 Mrd. Euro gerechnet.

Im TecDax dürfte sich der Blick auf Aixtron und Singulus richten. Der Chipmaschinenhersteller Aixtron steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinnt, blieb aber eher hinter den Markterwartungen zurück und senkte zudem die Prognose für das Gesamtjahr. Die Zahlen von Singulus sind einer ersten Einschätzung von Händlern zufolge besser als erwartet ausgefallen.

Neben den berichtenden Unternehmen wird sich am diesem Tag auch die Europäische Zentralbank (EZB) zu Wort melden. Volkswirte gehen einhellig davon aus, dass die EZB wegen der Ölpreis bedingten eingetrübten Wachstumsaussichten den derzeitigen Leitzins bei 2,00 Prozent bestätigen wird.

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