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Aktien Frankfurt Ausblick: Schwächer - ifo-Index und Karstadtquelle im Blick

Belastet vom Ölpreis, der Veröffentlichung aktueller Daten zum Geschäftsklima in Deutschland und negativen Nachrichten zu Karstadtquelle werden die heimischen Aktien am Montagmorgen voraussichtlich etwas schwächer in den Handel starten. Die Deutsche Bank ermittelte den Dax-Start eine 3/4 Stunde vor Handelsstart bei 3 901 Punkten und Lang & Schwarz bei 3 899 Punkten. Am Freitag hatte sich der Leitindex mit plus 0,12 Prozent auf 3 910,30 Punkte gut behauptet.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet vom Ölpreis, der Veröffentlichung aktueller Daten zum Geschäftsklima in Deutschland und negativen Nachrichten zu Karstadtquelle werden die heimischen Aktien am Montagmorgen voraussichtlich etwas schwächer in den Handel starten. Die Deutsche Bank ermittelte den Dax-Start eine 3/4 Stunde vor Handelsstart bei 3 901 Punkten und Lang & Schwarz bei 3 899 Punkten. Am Freitag hatte sich der Leitindex mit plus 0,12 Prozent auf 3 910,30 Punkte gut behauptet.

Der Ölpreis ist im asiatischen Handel weiter gestiegen. In Singapur verteuerte sich der November-Terminkontrakt für ein Barrel der Sorte Light, Sweet Crude Oil bis auf 49,36 Dollar und notierte damit nur vier Cent unter seinem bisherigen Rekordhoch von 49,40 Dollar.

"Vor dem um zehn Uhr veröffentlichten ifo-Index dürfte an der deutschen Börse nicht allzu viel passieren", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Der Ölpreis nahe dem Rekordniveau sei für den Handelsverlauf zwar belastend, spiele aber inzwischen eine geringere Rolle als noch vor ein paar Wochen.

In den Fokus wird die im MDax notierte Aktie von Karstadtquelle stehen, die vor Handelsbeginn zwischen 12,42 und 12,92 (Freitag: 14.30 Euro) Euro taxiert wurde. Das Waren- und Versandhandelshaus zieht die Notbremse und tausende Mitarbeiter bangen nach "Spiegel"-Informationen um ihren Job. Der Vorstand plane, 77 der 181 Warenhäuser abzustoßen. Zudem soll es enorme Wertberichtigungen geben, die mit einer kräftigen Kapitalerhöhung aufgefangen werden sollen, weil dem Unternehmen sonst die Pleite drohe, so das Magazin unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Ein Karstadt-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Über die Einzelheiten des Sanierungskonzeptes berät der Aufsichtsrat an diesem Montag.

Zu den wichtigen Unternehmensnachrichten zählt Händlern zufolge auch die Aussage von Vorstandschef Nikolaus Schweickart vom Pharma- und Chemiekonzern Altana . Dieser hatte der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) gesagt, er rechne für 2004 mit einem Jahresüberschuss am oberen Ende der bisherigen Prognosen. Das könnte die Aktie beflügeln, sagten Händler.

Der bereits vielfach spekulierte vorzeitige Rücktritt des Deutsche Bank-Aufsichtsratsmitglieds Ulrich Cartellieri Ende Oktober steht nach Informationen der "Welt am Sonntag" fest. Da er den Kurs des Vorstandschefs Josef Ackermann nicht weiter mittragen könne, werde Cartellieri sein Amt Ende Oktober rund dreieinhalb Jahre vor Ablauf der Amtszeit niederlegen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf dem früheren Deutsche Bank-Vorstand nahe stehenden Kreise.

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer sieht in der kürzlich eingegangenen Vertriebskooperation mit Schering-Plough im Pharmabereich ein Modell für andere Konzernbereiche. "Es muss nicht mehr jeder alles selbst machen", sagte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe). Er bestätigte zudem die Prognosen für das laufende Jahr.

Der Autohersteller BMW will in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge auch in der zweiten Hälfte mehrere hundert neue Stellen schaffen. "Wir stellen weiter ein. Gesucht werden vor allem Ingenieure", sagte ein Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". BMW hatte in der ersten Jahreshälfte nach Angaben der Zeitung bereits 1 100 neue Mitarbeiter eingestellt.

Auch Lufthansa-Papiere könnte Interesse auf sich ziehen: Die Fluggesellschaft will einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) die Verbindungen nach China deutlich ausweiten. Die Anzahl der wöchentlichen Flüge nach China soll bis 2007 um 50 Prozent auf dann 60 Frequenzen steigen. Die Verbindungen im Frachtverkehr sollen dem "FAS"-Bericht um 60 Prozent zunehmen. Zudem soll das Indien-Geschäft deutlich ausgebaut werden.

Der Sportwagenbauer Porsche will seinen Absatz in den nächsten vier Jahren um 30 Prozent steigern. "Bis 2008 wollen wir - Wind und Wetter vorbehalten - mit unserer aktuellen Produktpalette die Schwelle von rund 100 000 Einheiten erreichen", sagte Finanzvorstand Holger Härter der Branchenzeitung "Automobilwoche". Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/2 004 (31. Juli) hatte Porsche 76 827 Autos abgesetzt, 15 Prozent mehr als im Jahr davor.

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