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Aktien Frankfurt Ausblick: Standardwerte zum Auftakt im Plus erwartet

An den deutschen Aktienmärkten rechnen Händler am Freitagmorgen mit einer Erholung von den Vortagsverlusten. Überraschend positive Quartalszahlen von National Semiconductor hatten an den US-Börsen für Kursgewinne gesorgt.

dpa-afx FRANKFURT. An den deutschen Aktienmärkten rechnen Händler am Freitagmorgen mit einer Erholung von den Vortagsverlusten. Überraschend positive Quartalszahlen von National Semiconductor hatten an den US-Börsen für Kursgewinne gesorgt. Rund eine Stunde vor Börsenbeginn ermittelten die Commerzbank und Lang & Schwarz den Dax bei 4 174 Punkten, während ihn die Deutsche Bank bei 4 173 Zählern sah. Der deutsche Leitindex hatte am Donnerstag 1,21 Prozent auf 4 150,41 Zähler verloren.

Die Aktien des Chipherstellers Infineon sollten von den positiv aufgenommenen Quartalszahlen des US-Halbleiterherstellers National Semiconductor profitieren. Am Vortag hatten die pessimistischen Ausblicke von Xilinx und Altera die Aktie um 2,88 Prozent auf 8,08 Euro gedrückt.

Lufthansa könnte hingegen an die Kursverluste vom Vortag anknüpfen. Cititgroup Smith Barney hatte die Aktie auf 'Hold' herabgestuft, weil das Aufwärtspotential der Aktie begrenzt sei. Ebenso könnten die Papiere der Commerzbank das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Das Geldinstitut will am Vormittag in Frankfurt über die Neuausrichtung des Privatkundengeschäfts informieren.

Aktien der Deutschen Telekom werden laut Händlern im Blick stehen. Die Mobilfunktochter des Bonner Konzerns, T-Mobile, hat sich einen neuen Manager an die Spitze ihres Deutschlandsgeschäfts geholt. Wie die "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) berichtet, soll der bisherige Deutschlandchef Timotheus Höttges sein Amt ab Januar 2005 an den ehemaligen Amazon-Manager Philipp Humm abgeben. Zudem verhandeln die US-Mobilfunkanbieter Nextel und Sprint nach einem Bericht des "Wall Street Journal" über eine Fusion.

Continental-Aktien werden Händlern zufolge in den Fokus der Anleger geraten. Der Automobilzulieferer zieht sich aus Russland zurück. "Wir haben uns mit dem russischen Partner darauf geeinigt, dass wir uns aus dem Gemeinschaftsunternehmen verabschieden", sagte Conti-Vorstandschef Manfred Wennemer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). "Der Rückzug kostet uns knapp 30 Mill. Euro", sagte Wennemer. Trotz dieser Belastung hält der Konzern an der bisherigen Ergebnisprognose fest.

Auch MAN-Aktien und die Titel der Deutschen Börse AG dürften in den Blick geraten. Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern wird laut Konzernchef Rudolf Rupprecht seinen Renditezielen von fünf Prozent Umsatzrendite und 15 Prozent Kapitalrendite im kommenden Jahr nahe kommen. Die Deutsche Börse schiebt einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge seinen Aktienrückkauf auf die lange Bank.

Im MDax sind die Aktien von Heidelberger Druckmaschinen und EADS interessant: Heidelberger Druck glaubt an einen Aufschwung und plant eine Fabrik in China. Das sagte Finanzchef Herbert Meyer im Interview mit der "Financial Times Deutschland". EADS-Aktionäre schauen gebannt auf den Verlauf der Aufsichtsratssitzung, auf der endlich Grünes Licht für den Bau des Langstreckenflugzeugs A350 gegeben werden soll. Auf der vergangenen Sitzung war der offizielle Startschuss des von Diskussionen um die zukünftige Führungsspitze gebeutelten Konzerns überraschend verschoben worden.

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