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Aktien Frankfurt Ausblick: Steigender Ölpreis belastet Dax-Auftakt

Der Anstieg des Ölpreises über die Marke von 42 Dollar je Barrel wird am Donnerstag nach Ansicht von Händlern an der Frankfurter Börse für einen verhaltenen Auftakt sorgen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Anstieg des Ölpreises über die Marke von 42 Dollar je Barrel wird am Donnerstag nach Ansicht von Händlern an der Frankfurter Börse für einen verhaltenen Auftakt sorgen. Rund eine Stunde vor Börsenbeginn ermittelten die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Citigroup den Dax bei 4 195 Zählern. Der deutsche Leitindex hatte am Mittwoch 0,27 Prozent auf 4 201,35 Zähler verloren.

Der Ölpreis stieg vor dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) im asiatischen Handel leicht an. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostete 42,17 Dollar und damit 23 Cent mehr als am Vortag bei Handelsschluss an der New Yorker Warenterminbörse Nymex. Am Mittwoch war der Ölpreis mit 40,45 Dollar vorübergehend auf ein Viermonats-Tief gesackt.

In Frankfurt könnten Technologieaktien wie Infineon weiter unter Druck stehen, obwohl sich der weltgrößte Chiphersteller Intel Händlern zufolge zuversichtlich über seine Wachstumsaussichten im kommenden Jahr geäußert haben soll. Nachdem am Vortag eine kritische Branchenstudie von Banc of America die Techwerte an der Nasdaq schwer belastet hatte, könnten auch die verhaltenen Umsatzausblicke der US-Chiphersteller Xilinx und Altera für weitere Ernüchterung sorgen.

Schering-Aktien dürften im Blick stehen. Der Pharmakonzern wird mit dem Krebsmedikament Bonefos im Fall einer Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA im Januar bereits im darauf folgenden Monat mit der Markteinführung beginnen. Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter hatte im Oktober gesagt, er rechne mit einer Entscheidung zu Bonefos bis zum 6. Januar.

Nach der Einigung mit ihrem Bodenpersonal dürften Lufthansa-Aktien das Interesse auf sich ziehen. Nach den Piloten hatten am Vortag auch die Vertreter des Bodenpersonals umfangreichen Gehaltskonzessionen zugestimmt. Am Abend stimmte schließlich der Aufsichtsrat der Bestellung von sieben Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A340-600 zu. Zudem wird Lufthansa die Verkehrszahlen für November vorlegen.

Die Aktien von Basf könnten lebhaft gehandelt werden. Die EU-Kommission will am heutigen Donnerstag langjährige Untersuchungen wegen des Verdachts der Kartellbildung von Chemieunternehmen abschließen. Der Basf droht dabei erneut eine Strafe wegen Preisabsprachen im Vitamingeschäft. Bereits vor vier Jahren war gegen Basf eine EU-Kartellstrafe von 296,2 Mill. Euro verhängt worden.

Ein Bericht der "Financial Times Deutschland" dürfte die Commerzbank in den Fokus rücken. Laut FTD plant die Bank den Ausbau ihres Filialnetzes. Auf Sparkurs geht nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung" hingegen die Hypovereinsbank , die bei ihrer Fondstochter Activest die Stellen von elf ihrer 80 Fondsmanagern streichen will.

Volkswagen-Aktien könnten ebenfalls in den Fokus geraten. VW-Betriebsratschef Klaus Volkert sieht trotz des groß angelegten Sparprogramms "Formotion" noch keine Ertragswende bei dem Autobauer Volkswagen. Trotz positiver Wirkungen in bestimmten Bereichen sei es noch nicht gelungen, eine "Umkehr des negativen Trends zu erreichen", so Volkert.

Die im MDax notierten Karstadt-Quelle-Aktien dürften ebenfalls erneut im Blick stehen. Die Kapitalerhöhung des Warenhauskonzerns geht in die heiße Phase und das Interesse der Anleger nehme zu, berichtet das "Handelsblatt". Beim Verkehrstechnikkonzern Vossloh AG dürfte der Ausblick des Vorstands im Handelsverlauf für Kursbewegung sorgen.

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