Archiv
Aktien Frankfurt: Dax auf Zweijahres-Hoch - Finanzwerte, Stahlaktien gefragt

An der Frankfurter Börse hat sich das Bild am Montag deutlich aufgehellt. Der Dax bewegte sich im Zuge hoher Kursgewinne bei Stahlwerten und Finanzaktien auf dem höchsten Stand seit Mitte 2002. Der MDax aus 50 mittelgroßen Standardwerten markierte ein Allzeithoch.

dpa-afx FRANKFURT. An der Frankfurter Börse hat sich das Bild am Montag deutlich aufgehellt. Der Dax bewegte sich im Zuge hoher Kursgewinne bei Stahlwerten und Finanzaktien auf dem höchsten Stand seit Mitte 2002. Der MDax aus 50 mittelgroßen Standardwerten markierte ein Allzeithoch. Neben den fast durchgängig guten Dritt-Quartalszahlen half der nicht weiter steigende Eurokurs und der sinkende Ölpreis den Kursen merklich, berichteten Händler. Zudem wurde mit einer freundlichen Eröffnung der Börsen in New York gerechnet.

Am Nachmittag stieg der Dax um 1,40 Prozent über den Freitagsschluss auf 4 212,43 Punkte und übertraf damit den Stand vom Juli 2002. Der MDax erreichte bei 5 285,91 Punkten - ein Plus von 0,90 Prozent - den höchsten Stand seines Bestehens. Der TecDax war bei 517,58 Punkten um 0,67 Prozent höher.

Händler warnten indessen vor einer Überbewertung der Kursgewinne. "Der Dollarkurs und die weitere Entwicklung des Ölpreises bleiben die richtungsweisenden Faktoren auf dem Frankfurter Parkett", sagte Aktienstratege Christian Schmidt von Helaba Trust. Als entscheidend gilt jedoch der Handelsschluss: "Sollte der Dax deutlich über 4 200 Punkten schließen und sich der Ausbruch in den nächsten Tagen bestätigen, ist davon auszugehen, dass die Aufwärtsbewegung zum Jahresende eingesetzt hat", fügte sein Kollege Caryl Krick hinzu.

Die Aktie der Hypovereinsbank bildete den eindeutigen Spitzenreiter im Dax. Der Kurs der zweitgrößten börsennotierten deutschen Bank stieg um 3,15 Prozent auf 17,00 Euro. Das Finanzinstitut baut Presseberichten zufolge seinen Vorstand um. Auch die Commerzbank war mit plus 1,52 Prozent auf 15,41 Euro fest, ebenso wie die Deutsche-Bank-Titel , die um 1,32 Prozent auf 65,30 Euro anzogen. Allianz wurden ebenfalls mit erheblichem Plus von 1,97 Prozent auf 96,42 Euro und damit in Sichtweite der seit März unterbotenen 100-Euro-Marke gehandelt. Münchener Rück gewannen 1,81 Prozent auf 86,92 Euro.

Am anderen Ende des Kurszettels fielen Aktien der Deutschen Post ins Minus und sanken um 1,08 Prozent auf 15,60 Euro. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird Postaktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro verkaufen. Der Streubesitz steigt damit von 37,4 auf 43,2 Prozent, hieß es.

Thyssen-Krupp-Aktien erwiesen sich gleichfalls als überdurchschnittlich gesucht und gewannen als zweitstärkster Wert 2,11 Prozent auf 16,45 Euro. Lehman Brothers rechnet für das laufende und das kommende Jahr mit einem etwas höheren Vorsteuergewinn als bislang. Als Hauptgrund gelten die weiterhin hohen Stahlpreise und fehlende Anzeichen für eine Gegenbewegung. Salzgitter-Aktien gehörten zu den stärksten Gewinnern im MDax mit einem Kursplus von 3,90 Prozent auf 15,70 Euro.

Ebenfalls im MDax stieg die Aktie des Baukonzerns Hochtief lediglich um 0,04 Prozent auf 22,30 Euro und entwickelte sich damit klar unterdurchschnittlich. Hochtief hat im dritten Quartal des laufenden Jahres netto mehr verdient als noch ein Jahr zuvor. Das betriebliche Ergebnis und der Vorsteuergewinn gingen dagegen zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%