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Aktien Frankfurt: Dax dreht ins Plus - Versorger gefragt - Lufthansa verlieren

Gestützt von Kursgewinnen bei den Versorgerwerten hat der Deutsche Aktienindex Dax am Freitag zugelegt. Allerdings belasteten die Anschläge in Ägypten und der hohe Ölpreis die Papiere der Reisebranche.

dpa-afx FRANKFURT. Gestützt von Kursgewinnen bei den Versorgerwerten hat der Deutsche Aktienindex Dax am Freitag zugelegt. Allerdings belasteten die Anschläge in Ägypten und der hohe Ölpreis die Papiere der Reisebranche. Nach anfänglichen Verlusten stieg der Leitindex bis zum Mittag um 0,50 Prozent auf 4 063,76 Punkte. Der MDax verlor 0,10 Prozent auf 5 115,74 Zähler. Der TecDax sank um 0,30 Prozent auf 521,34 Punkte.

"Bevor der US-Arbeitsmarktbericht für September veröffentlicht wird, halten sich die meisten Investoren zurück", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Dieser werde bereits seit Tagen mit Spannung erwartet und werde am frühen Nachmittag bekannt gegeben. Daher seien die Handelsumsätze "ziemlich niedrig".

Die Aktien von Lufthansa und Tui verbuchten nach den Anschlägen in Ägypten Verluste. "Nun steigt wieder die Terrorangst; dies belastet vor allem Touristiktitel", hieß es am Markt. Bei einer Serie von Bombenanschlägen auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel wurden mindestens 26 Menschen getötet. Lufthansa-Papiere fielen mit minus 2,65 Prozent auf 9,56 Euro an das Dax-Ende. Trotz der Rekordpreise für Rohöl bleibt die Fluggesellschaft bei ihrer Gewinnprognose für das laufende Jahr. Auch die Anteilsscheine des Reiseunternehmens Tui büßten 0,64 Prozent auf 15,61 Euro ein.

Die Versorgerwerte waren dagegen gefragt. Eon-Aktien gewannen gegen den Trend 2,32 Prozent auf 62,72 Euro und notierten damit an der Dax-Spitze. Das Energie-Unternehmen will trotz der geplanten Regulierung des Strom- und Gasmarktes seine Dividende in den kommenden Jahren erhöhen. "Die Aussagen sind zwar nicht neu, rücken aber dennoch die Versorger wieder in den Fokus", sagte ein Händler. RWE-Titel zogen um 1,12 Prozent auf 40,59 Euro an. Analyst Peter Wirtz von der WestLB nannte einen anderen Grund für den Kursanstieg: "Die Diskussionen um eine drohende Verschiebung der Preiserhöhung belasten die Versorgerwerte nicht mehr, daher holen Eon und auch RWE heute auf." In den vergangenen Wochen hätten sich beide Werte schwächer als der Markt entwickelt.

Aktien von Borussia Dortmund verloren 1,12 Prozent auf 2,65 Euro. Deutschlands einziger börsennotierter Fußballverein Borussia Dortmund hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (30. Juni) wie erwartet einen Rekordverlust eingefahren.

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