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Aktien Frankfurt: DAX fest - Erholung von Vortagesverlusten - Telekom im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienindex DAX hat sich amDonnerstag von seinen Vortagesverlusten erholt und bis zum Mittag fest notiert.Händler zweifeln jedoch an der Nachhaltigkeit der Erholung und verweisen auf denimmer noch hohen Ölpreis und die Sorge vor einer früher als erwartetenLeitzinserhöhung in den USA.

Der Leitindex DAX stieg ungeachtet der Kursverluste beimIndexschwergewicht Deutsche Telekom um 0,70 Prozent auf 3.802,23Punkte. Der MDAX gewann 1,25 Prozent auf 4.718,45 Zähler und derTecDAX legte um 1,77 Prozent auf 554,67 Zähler zu.

"Die US-Konjunkturzahlen wurden mit etwas Verunsicherung aufgenommen", sagteein Düsseldorfer Händler. Die Unsicherheit über eine früher als erwarteteLeitzinserhöhung in den USA bleibe und der hohe Ölpreis belasteten weiter. Inden USA war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wiedergestiegen. Die Erstanträge seien in der vergangenen Woche um 13.000 auf 331.000geklettert. Die Einzelhandelsumsätze waren in den USA im April zurückgegangen.Sie sanken um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Von AFX befragte Volkswirtehatten hingegen mit unveränderten Umsätzen gerechnet.

Vor dem Hintergrund der guten Vorgaben der US-Börsen und der zahlreichenUnternehmensmeldungen seien auch die Umsätze enttäuschend, hieß es im Handel. AmNachmittag deuteten jedoch die vorbörslichen Indikatoren auf eine schwächereEröffnung der US-Börsen hin.

Als einer der wenigen Standardwerte büßten die Telekom-Aktien 1,12Prozent auf 13,23 Euro ein. Die Telekom verfehlte in den ersten drei Monaten dieAnalystenerwartungen und bildete zudem wegen des Mautprojekts Toll Collect 148Millionen Euro Rückstellungen.

Verkehrswerte führten den Kurszettel im DAX an. Als führender Wertverteuerten sich TUI um 2,66 Prozent auf 17,35 Euro. Der Konzernsteigerte im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis in seiner Touristiksparte, bliebkonzernweit erwartungsgemäß unter den Vorjahresergebnissen. Einen Tag nach derVorlage der Quartalsbilanz erholten sich Lufthansa-Titel um 1,58Prozent auf 12,18 Euro von ihren Vortagsverlusten.

E.ON-Titel kletterten um 1,85 Prozent auf 54,44 Euro. DerEnergieversorger hat im ersten Quartal seinen Ergebnis deutlich gesteigert undseine Prognose für das Geamtjahr bekräftigt.

Der im MDAX gelistete Generikahersteller STADA hat im erstenQuartal 2004 dank zahlreicher Sondereffekte und des Wachstums imAuslandsgeschäft Umsatz und Konzernüberschuss zweistellig gesteigert und seinenAusblick bestätigt. An der Börse büßte der Titel dennoch 1,95 Prozent auf 40,20Euro ein.

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