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Aktien Frankfurt: Dax kaum verändert - VW legen deutlich zu, Karstadt im Minus

Die deutschen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch kaum bewegt. Für Schlagzeilen sorgte die VW-Aktie, die nach einem Wechsel im Vorstand um mehr als vier Prozent zugelegte. Vor der Zinsentscheidung der Europäische Zentralbank an diesem Donnerstag und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hielten sich viele Anleger zurück, hieß es am Markt. "Auch bei uns in Deutschland wird sich erst am Freitag mit Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktzahlen weisen, wie es weitergeht", hieß es bei der Helaba. Zudem trübt der hohe Ölpreis laut Händlern die Stimmung.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch kaum bewegt. Für Schlagzeilen sorgte die VW-Aktie, die nach einem Wechsel im Vorstand um mehr als vier Prozent zugelegte. Vor der Zinsentscheidung der Europäische Zentralbank an diesem Donnerstag und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hielten sich viele Anleger zurück, hieß es am Markt. "Auch bei uns in Deutschland wird sich erst am Freitag mit Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktzahlen weisen, wie es weitergeht", hieß es bei der Helaba. Zudem trübt der hohe Ölpreis laut Händlern die Stimmung.

Der Leitindex Dax fiel am Mittag um 0,05 Prozent auf 4 046,51 Punkte. Der MDax büßte 0,20 Prozent auf 5 145,92 Zähler ein. Der TecDax sank um 0,03 Prozent auf 519,96 Punkte.

Die zuletzt arg gebeutelten Volkswagen-Aktien setzten sich mit plus 4,13 Prozent auf 33,30 Euro an die Dax-Spitze. Der frühere Daimler-Chrysler-Manager Wolfgang Bernhard wechselt nach Informationen aus Branchenkreisen zu Volkswagen. Von VW war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Über einen Wechsel Bernhards zu Europas größtem Autobauer war seit Wochen spekuliert worden. Auch die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" berichtete an diesem Tag über die Verpflichtung Bernhards. Händler bewerteten den Wechsel positiv.

Zudem rechnet VW für 2005 im Vergleich zum laufenden Jahr mit einem "klar besseren" operativen Ergebnis. Sollten sich die Märkte 2005 nicht noch negativer entwickeln als in diesem Jahr, "werden wir beim operativen Ergebnis 2005 klar besser dastehen als 2004", sagte der VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch dem Anlegermagazin Focus-Money. Dagegen standen die Papiere von Daimler-Chrysler und BMW leicht im Minus. Daimler-Chrysler-Papiere waren von der WestLB auf "Neutral" abgestuft worden.

Der ausgegliederte Bayer-Chemiebereich Lanxess geht mit Milliardenschulden in die Unabhängigkeit. Die Nettoverschuldung werde zum Zeitpunkt der Abspaltung rund 1,5 Mrd. Euro betragen, teilte Bayer am Mittwoch in Düsseldorf mit. Im ersten Halbjahr sei ein Konzernverlust von drei Mill. Euro entstanden. Der Umsatz lag bei 3,28 Mrd. Euro. Der Lanxess-Börsengang sei für Anfang 2005 geplant. Bayer lagert in die neue Firma große Teile seines Chemie- und Kunststoffgeschäfts aus. Die Aktie reagierte kaum und verlor 0,39 Prozent auf 23,04 Euro.

Thyssen-Krupp-Titel verloren 0,79 Prozent auf 16,28 Euro. Der Stahlkonzern dementierte Aussagen in der "Financial Times", wonach der Stahlhersteller einen Zusammenschluss mit dem britisch-niederländischen Konkurrenten Corus Group prüfe. "Der Artikel ist höchst spekulativ", sagte ein Sprecher der Thyssen-Krupp Steel AG am Mittwoch auf Anfrage. Die Helabatrust beurteilte eine mögliche Fusion eher skeptisch. Zwar würde Thyssen-Krupp dadurch das Stahlvolumen verdoppeln, allerdings würde angesichts der derzeit schwierigen Lage bei Corus eine deutliche Restrukturierung bevorstehen.

Im MDax gab die Karstadt-Quelle-Aktie mit minus 9,04 Prozent auf 12,78 Euro einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Am Vorabend noch hatten Spekulationen um ein geplantes Angebot des US-Finanzinvestors Blackstone für den angeschlagenen Konzern die Aktien kurz vor Handelsschluss nach oben getrieben und mit plus 22,81 Prozent schließen lassen.

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