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Aktien Frankfurt: Dax legt zu - 4 000-Punkte-Marke bleibt entscheidende Hürde

Positive Unternehmensnachrichten aus den USA haben am Mittwoch den deutschen Aktien Auftrieb gegeben. Allerdings gelang es dem Leitindex trotz mehrerer Anläufe nicht, bis zur Mittagszeit die 4 000-Punkte-Marke zu überwinden.

dpa-afx FRANKFURT. Positive Unternehmensnachrichten aus den USA haben am Mittwoch den deutschen Aktien Auftrieb gegeben. Allerdings gelang es dem Leitindex trotz mehrerer Anläufe nicht, bis zur Mittagszeit die 4 000-Punkte-Marke zu überwinden. Der Dax legte zuletzt um 0,68 Prozent auf 3 993,63 Zähler zu. Das vorläufige Tageshoch wurde am Vormittag bei 3 999,03 Punkten erreicht. Der MDax gewann 0,39 Prozent auf 5 106,62 Zähler. Der TecDax sank hingegen - belastet von schwachen Quartalszahlen des Schwergewichts Micronas - um 0,18 Prozent auf 504,88 Punkte.

Der weltgrößte US-Chipkonzern Intel hatte am Dienstagabend mit unerwartet guten Quartalszahlen beeindruckt. Das sorge nun für die freundliche Stimmung an den Märkten, sagten Händler. "Falls der Dax den Sprung über 4 000 Punkte schafft, könnte er in den nächsten Tagen bis 4 080 Punkte steigen", sagte Stefan Söllner, Aktienhändler bei der Postbank in Frankfurt. Insgesamt verlaufe der Handel sehr ruhig, da keine Konjunkturdaten aus den USA erwartet würden.

Das Infineon-Papier war größter Profiteur der Intel-Zahlen und verteuerte sich um 1,21 Prozent auf 8,34 Euro. Der Konkurrent aus den USA erwirtschaftete im dritten Quartal deutlich mehr als Experten erwartet hatten. Auch der Ausblick, den Intel am späten Dienstagabend gab, fiel erfreulich aus und beruhigte die Finanzmärkte.

Die VW-Aktie stieg um 1,62 Prozent auf 33,88 Euro. Im Streit mit Deutschland um das VW-Gesetz hat die EU-Kommission eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (Eugh) beschlossen, wie aus EU-Kreisen verlautete. Die EU-Behörde sieht in dem 44 Jahre alten Gesetz zur Verhinderung feindlicher Übernahmen in Wolfsburg eine Behinderung des freien Kapitalverkehrs in der Europäischen Union. Zudem profitierten die Autowerte von fallenden Ölpreisen. Daimler-Chrysler stiegen um 0,42 Prozent auf 33,79 Euro und BMW rückten um 1,43 Prozent auf 34,01 Euro vor.

Europas größter Softwarekonzern SAP will sein Angebot von Analyse-Software ausbauen und damit Nischenanbieter unter Druck setzen. SAP-Vorstandsmitglied Peter Zencke schloss dafür auch Zukäufe nicht aus. HVB wertete das Vorhaben positiv und sagte, dies schärfe das Profil von SAP in diesem Bereich. Die Aktie verteuerte sich um 1,24 Prozent auf 129,23 Euro.

Metro-Aktien sanken hingegen um 0,45 Prozent auf 35,06 Euro. Sie wurden belastet von der gesenkten Umsatz- und Gewinnerwartung der französischen Supermarktkette Carrefour für das Jahr 2004. Die Aktien von adidas-Salomon rutschten nach einem Bericht in "Focus Money" über Marktanteilsverluste im Fußballgeschäft an das Dax-Ende und büßten 1,07 Prozent auf 115,45 Euro ein. Das Dementi des Unternehmens sei zunächst nicht von der Börse aufgenommen worden, sagte ein Frankfurter Händler.

Im TecDax brachen Micronas-Aktien nach Veröffentlichung enttäuschender Quartalszahlen um 9,89 Prozent auf 28,52 Euro ein. Vor allem die schwache Entwicklung der Auftragseingänge wirke sich belastend aus, begründen Analysten die Kursverluste.

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