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Aktien Frankfurt: Dax leicht im Minus - VW an Index-Spitze, Karstadt im Minus

Der hohe Ölpreis hat die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch im Griff gehalten. Im Fokus der Anleger stand die VW-Aktie, die nach der Verpflichtung des früheren Daimler-Chrysler-Managers Wolfgang Bernhard um rund fünf Prozent zulegte. Der Leitindex Dax fiel am Nachmittag um 0,16 Prozent auf 4 042,37 Punkte. Der MDax büßte 0,38 Prozent auf 5 136,61 Zähler ein. Der TecDax stieg um 0,04 Prozent auf 520,32 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Der hohe Ölpreis hat die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch im Griff gehalten. Im Fokus der Anleger stand die VW-Aktie, die nach der Verpflichtung des früheren Daimler-Chrysler-Managers Wolfgang Bernhard um rund fünf Prozent zulegte. Der Leitindex Dax fiel am Nachmittag um 0,16 Prozent auf 4 042,37 Punkte. Der MDax büßte 0,38 Prozent auf 5 136,61 Zähler ein. Der TecDax stieg um 0,04 Prozent auf 520,32 Punkte.

"Nach dem jüngsten Kursanstieg nehmen einige Investoren den hohen Ölpreis zum Anlass, Gewinne mitzunehmen", sagte Marktstratege Klaus Stabel von der ICF Kursmakler AG. Allerdings sei es "erstaunlich, wie stabil sich der Markt auf dem Niveau hält". Der Dax hat binnen Wochenfrist rund 200 Punkte gewonnen. Marktbeobachter sprachen zudem von einer "gewissen Zurückhaltung" am Markt vor Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten in den kommenden Tagen. "Auch bei uns in Deutschland wird sich erst am Freitag mit Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktzahlen weisen, wie es weitergeht", hieß es bei der Helaba.

Die zuletzt arg gebeutelte Volkswagen-Aktien setzte sich mit plus 5,16 Prozent auf 33,63 Euro an die Dax-Spitze. Der frühere Daimler-Chrysler-Manager Wolfgang Bernhard wechselt in den Volkswagen-Vorstand. Bernhard soll zum 1. Februar 2005 VW-Vorstand werden, zunächst ohne Geschäftsbereich. Spätestens zum 1. Januar 2006 soll Bernhard die Führung der Marke Volkswagen übernehmen. Händler bewerteten den Wechsel positiv.

Zudem rechnet VW für 2005 im Vergleich zum laufenden Jahr mit einem "klar besseren" operativen Ergebnis. Sollten sich die Märkte 2005 nicht noch negativer entwickeln als in diesem Jahr, "werden wir beim operativen Ergebnis 2005 klar besser dastehen als 2004", sagte der VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch dem Anlegermagazin Focus-Money. Dagegen standen die Papiere von Daimler-Chrysler und BMW leicht im Minus. Daimler-Chrysler-Papiere waren von der WestLB auf "Neutral" abgestuft worden.

Der ausgegliederte Bayer-Chemiebereich Lanxess geht mit Milliardenschulden in die Unabhängigkeit. Die Nettoverschuldung werde zum Zeitpunkt der Abspaltung rund 1,5 Mrd. Euro betragen, hieß es. Im ersten Halbjahr sei ein Konzernverlust von drei Mill. Euro entstanden. Der Umsatz lag bei 3,28 Mrd. Euro. Der Lanxess-Börsengang sei für Anfang 2005 geplant. Bayer lagert in die neue Firma große Teile seines Chemie- und Kunststoffgeschäfts aus. Die Aktie verlor 0,69 Prozent auf 22,97 Euro.

Thyssen-Krupp-Titel verloren 1,04 Prozent auf 16,24 Euro. Der Stahlkonzern dementierte Aussagen in der "Financial Times", wonach der Stahlhersteller einen Zusammenschluss mit dem britisch-niederländischen Konkurrenten Corus Group prüfe. "Der Artikel ist höchst spekulativ", sagte ein Sprecher der Thyssen-Krupp Steel AG auf Anfrage. Die Helabatrust beurteilte eine mögliche Fusion eher skeptisch. Zwar würde Thyssen-Krupp dadurch das Stahlvolumen verdoppeln, allerdings würde angesichts der derzeit schwierigen Lage bei Corus eine deutliche Restrukturierung bevorstehen.

Im MDax gab die Karstadt-Quelle-Aktie mit minus 8,90 Prozent auf 12,80 Euro einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Am Vorabend hatten Spekulationen um ein geplantes Angebot des US-Finanzinvestors Blackstone für den angeschlagenen Konzern die Aktien mit plus 22,81 Prozent schließen lassen.

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