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Aktien Frankfurt: Dax pendelt knapp unter Jahreshoch - Deutsche Böre fest

Nach Erreichen eines neuen Jahreshöchstandes des Dax hat sich der Handel an der Frankfurter Börse am Dienstag beruhigt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach Erreichen eines neuen Jahreshöchstandes des Dax hat sich der Handel an der Frankfurter Börse am Dienstag beruhigt. Der Leitindex bewegte sich am Nachmittag knapp unter dem am Morgen erreichten Verlauf-Jahreshochs von 4 250,05 Punkten und stieg zuletzt um 0,26 Prozent auf 4 230,25 Zähler. Der MDax sank um 0,10 Prozent auf 5 300,79 Punkte und der TecDax gab um 0,36 Prozent auf 508,18 Zähler nach.

Im Mittagshandel ließ die Kauflaune deutlich nach, was auf die am Abend erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank zurückgeführt wurde. Zum Handelsstart hatten durchgehend gute Vorgaben von der Wall Street und aus Asien sowie das neue Jahreshoch für teils euphorische Stimmung gesorgt, berichteten Händler. Besonders die drei Autowerte im Dax konnten zunächst kräftig profitieren. Der Sektor war am Morgen von der Investmentbank Goldman Sachs auf "Neutral" heraufgestuft worden. Zuvor hattem die Absatzzahlen der Hersteller in Westeuropa mit insgesamt kräftigen Steigerungen überrascht.

So gewannen BMW-Aktien zuletzt um 0,70 Prozent auf 32,93 Euro, Daimler-Chrysler stiegen um 0,85 Prozent auf 35,48 Euro. Volkswagen hielten sich mit einem Zuwachs von 0,06 Prozent auf 33,97 Euro nur knapp im Plus. Autozulieferer Continental gewann 1,01 Prozent auf 46,91 Euro. Dessen französischer Konkurrent Michelin will die Reifenpreise in Europa bis Juli 2005 um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen und läutet damit branchenweit eine neue Preisrunde ein.

Als klarer Spitzenwert im Dax konnte sich im Mittagshandel die Aktie der Deutschen Börse etablieren, die mit einem Aufschlag von 2,20 Prozent auf 43,65 Euro rund die Hälfte der Vortagsverluste ausglich. Die kostspieligen Übernahmepläne der London Stock Exchange (LSE), Europas größten Kassamarkt, bleibe das Hauptthema um die Aktie, sagten Händler. Einige Marktteilnehmer rechnen inzwischen mit einem Gegenangebot durch den multinationalen Anbieter Euronext und einem denkbaren Preispoker.

Neue Negativschlagzeilen und hohe Kursverluste gab es hingegen für die Aktie von Karstadt-Quelle , die im MDax in der Spitze um mehr als acht Prozent einbrach und zuletzt um 6,61 Prozent auf 6,39 Euro nachgab. Am Morgen wurden erstmals die jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung gehandelt. Händler verwiesen aber übereinstimmend auf den Rechtsstreit um ein Grundstück aus dem ehemaligen Besitz der ehemals jüdischen Kaufhaus-Dynastie Wertheim. Karstadt könne sich die Zahlung von 145 Mill. Euro "schlicht nicht leisten", hieß es.

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