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Aktien Frankfurt: Dax steigt auf Jahreshoch und rutscht anschließend ins Minus

Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn mit 4 272,18 Punkten seinen höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht. Dem Index der 30 größten Werte ging später jedoch die Puste aus und er notierte am Nachmittag mit minus 0,30 Prozent bei 4 248,99 Punkten.

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn mit 4 272,18 Punkten seinen höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht. Dem Index der 30 größten Werte ging später jedoch die Puste aus und er notierte am Nachmittag mit minus 0,30 Prozent bei 4 248,99 Punkten. Der MDax büßte zeitgleich 0,54 Prozent auf 5 337,16 Zähler ein, der TecDax fiel um 0,26 Prozent auf 521,32 Punkte.

"Man hält sich heute zurück", begründete Aktien-Händler Thilo Müller von der Landesbank Rheinland-Pfalz den Kursrückgang. Sowohl die Nachrichtenlage als auch die Umsätze seien sehr dünn. Offenbar hätten sich viele Anleger selbst Abstinenz auferlegt. Als unterstützend für die Stimmung auf dem Börsenparkett bewertete Müller die derzeit vergleichsweise niedrigen Ölpreise und die vom Marktforscher GfK ermittelte Aufhellung der Konsumlaune in Deutschland.

Den weiter starken Euro sieht Müller weniger negativ. Wenn Geld in den Euro fließe, dann werde das zumindest zum Teil auch in Aktien angelegt. Ausnahmen seien exportorientierte Titel wie Maschinenbau- und Autowerte. BMW verloren 0,75 Prozent auf 33,06 Euro, Daimler-Chrysler 0,98 Prozent auf 35,25 Euro und Volkswagen 0,63 Prozent auf 33,24 Euro. Für die erste Woche im neuen Jahr erwartet Müller wieder einen stärkeren Handelsumsatz und einen insgesamt freundlichen Jahresauftakt. "Ein anderer Händler sagte: "Ich erwarte eher 4 300 Punkte als 4 200 Zähler."

Die Aktie des Reiseveranstalters Tui zählte mit minus 0,63 Prozent auf 17,47 Euro zu den Verlierern im Dax. Einige Händler führten dies auf die Sorge von Investoren über die finanziellen Auswirkungen durch das Seebeben in Südasien auf den Konzern zurück. Müller betonte, dass insbesondere die anhaltenden Bedenken über den Verbleib des Titels im Dax die Stimmung drückten. Das "Handelsblatt" hatte am Mittwoch den Blick erneut auf einen möglichen Abstieg von Tui und den Aufstieg von Puma gelenkt.

Schwächster Wert im Dax waren die Papiere der Hypovereinsbank mit minus 2,17 Prozent auf 16,68 Euro. Ein Frankfurter Händler begründete das mit den bereits am Dienstag veröffentlichten Aussagen von Vorstandssprecher Dieter Rampl zum Geschäftsverlauf. Rampl hatte von einem weiter schwierigen Umfeld gesprochen. Börsianer befürchten unter anderem ein schlechtes viertes Quartal.

Die Metro-Aktie war mit plus 0,45 Prozent auf 40,61 stärkster Wert im Dax. Börsianer führten den Kursanstieg auf die GfK-Umfrage zum Konsumklima zurück. Davon konnte der angeschlagene Einzelhandelskonzern Karstadt-Quelle-Aktien nicht profitieren, die Aktien waren schwächster MDax-Wert mit minus 2,23 Prozent auf 7,45 Euro. Einige Anleger seien offenbar enttäuscht darüber, dass der Verkauf der Logistik-Sparte nicht mehr in diesem Jahr unter Dach und Fach gekommen sei, sagte ein Analyst.

Im TecDax sorgten schwache Umsätze bei fehlenden Unternehmensnachrichten ebenfalls für uneinheitliche Tendenzen. Zu den größten Verlierern zählten Aktien des Internet-Dienstleisters freenet.de und der Mutter mobilcom . freenet verloren 2,95 Prozent auf 19,07 Euro, mobilcom gaben 1,66 Prozent auf 16,57 Euro ab. Händler begründeten das mit Gewinnmitnahmen, da sich die Werte zuletzt gut entwickelt hätten.

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