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Aktien Frankfurt: Dax vor Nokia-Quartalszahlen schwach - Schlusslicht HVB

Steigende Ölpreise haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt belastet. Zudem waren die Handelsumsätze kurz vor Veröffentlichung der Quartalszahlen des weltgrößten Handyherstellers Nokia gering. Der Leitindex Dax büßte bis zur Mittagszeit 0,98 Prozent auf 3 936,98 Punkte ein.

dpa-afx FRANKFURT. Steigende Ölpreise haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt belastet. Zudem waren die Handelsumsätze kurz vor Veröffentlichung der Quartalszahlen des weltgrößten Handyherstellers Nokia gering. Der Leitindex Dax büßte bis zur Mittagszeit 0,98 Prozent auf 3 936,98 Punkte ein. Der MDax fiel um 0,23 Prozent auf 5 073,89 Punkte und der TecDax verlor 1,93 Prozent auf 496,02 Punkte. Die pünktlich um zwölf Uhr erwarteten Nokia-Zahlen sind Händlern zufolge für den weiteren Handelsverlauf richtungsweisend.

Der hohe Ölpreis habe bereits die Märkte in den USA und in Asien belastet und drücke nun auch in Europa auf die Stimmung, sagte ein Händler. Nun ziehe Nokia erst einmal die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Nach Einschätzung von Analysten haben die Finnen ihre eine eigenen Gewinn- und Umsatzprognosen im dritten Quartal erfüllt. Im Vorfeld der Zahlen gaben Infineon Technologies um 1,66 Prozent auf 8,31 Euro nach und Siemens verloren 0,97 Prozent auf 59,12 Euro.

Größter prozentualer Verlierer im Dax war die HVB-Aktie mit minus 2,83 Prozent auf 15,47 Euro. Vorstandschef Dieter Rampl äußerte sich im "Handelsblatt" zurückhaltend über die Geschäftsentwicklung der Bank. "Wir sind verhalten optimistisch, unsere Ziele für 2004 zu erreichen", sagte Rampl. Die Bank peile einen Betriebsgewinn von 1,4 bis 1,7 Mrd. Euro an. Zudem senkte die Investmentbank JP Morgan die Gewinnprognosen für die Hypovereinsbank.

An der Index-Spitze legte die Aktie des Autobauers Volkswagen um 0,73 Prozent auf 34,58 Euro zu. Die Vorzugsaktien von Porsche gaben am Tag der Vorstellung neuer Modelle nach und fielen um 0,97 Prozent auf 520,20 Euro. Der Markt sei enttäuscht, da bisher keine Absatzprognose für das Geschäftsjahr 2004/05 gegeben worden sei, sagte ein Händler.

Stärkster Wert im MDax war die Aktie des angeschlagenen Waren-und Versandhauses Karstadt-Quelle mit plus 2,06 Prozent auf 12,40 Euro. In die Gespräche um die Sanierung des Konzerns ist nach Aussagen von Konzernsprecher Jörg Howe Bewegung gekommen.

Im TecDax fielen Aixtron-Titel fielen um 2,30 Prozent auf 3,82 Euro. Sie litten vor allem unter einer Abstufung der Deutschen Bank. Diese senkte die Aktie des Spezialmaschinenbauers von "Hold" auf "Sell" und begründete den Schritt mit einer Verlangsamung des LED-Geschäfts.

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