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Aktien Frankfurt: DAX weitet Verluste aus - Finanzwerte schwach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anhaltende Sorgen vor steigenden Zinsen in den USA undder weiterhin hohe Ölpreis haben den deutschen Aktienindex DAX amFreitag erneut belastet. Bis zum Mittag verlor das Börsenbarometer 0,93 Prozentauf 3.789,45 Punkte und rutschte damit unter die vielbeachtete 200-Tage-Line bei3.796 Zählern, sagten Händler. Der MDAX verlor um 0,16 Prozent auf4.727,26 Zähler, während der TecDAX 0,59 Prozent auf 550,65 Punktenachgab.

Vor den am Nachmittag erwarteten US-Verbraucherpreisen seien die Märkte ehervon Zurückhaltung geprägt, hieß es im Handel. Der überraschend starke Anstiegder US-Erzeugerpreise vom Vortag hatten neuerliche Spekulationen um steigendeZinsen angefacht. Sollte die Marke von 3.796 Punkten deutlicher unterschrittenwerden, ist mit einer Beschleunigung auf der Abwärtsbewegung im DAX zu rechnen",sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba.

"Der anhaltend hohe Ölpreis bremst auch heute wieder den Aufstieg des DAX",sagte Giuseppe Amato, Marktstratege bei Lang & Schwarz. Der Preis für ein BarrelRohöl ist an der New Yorker Warenterminbörse über 41 US-Dollar gestiegen. DasAllzeithoch hatte 1990 bei 41,15 US-Dollar gelegen.

Klare Verlierer im DAX waren die Finanzwerte: Nach endgültigenQuartalszahlen drehten die Aktien der Allianz nach einem deutlichenPlus am späten Vormittag mit 1,83 Prozent auf 81,65 Euro ins Minus. Da half esauch nicht, dass der Konzern nach der Rückkehr der Dresdner Bank in dieGewinnzone im ersten Quartal erklärte, auch für 2005 werde eine weitereSteigerung des Ergebnisses angepeilt. Commerzbank verbilligten sich um1,68 Prozent auf 12,88 Euro, während die Titel der Münchener Rück um1,65 Prozent auf 83 Euro fielen.

Deutsche Post-Aktien verteuerten sich dagegen um 0,41 Prozent auf17,19 Euro. Die unerwartet gut ausgefallene Ertragslage der Post habeüberrascht, sagten Händler. Das Unternehmen hat in den ersten drei Monaten trotzder Belastungen durch die Integration von Airborne beim Gewinn einen geringerenErgebnisrückgang verbucht als erwartet.

ThyssenKrupp-Aktien verbilligten sich nach Zahlen zum zweitenQuartal um 2,23 Prozent auf 13,14 Euro. Der Industriekonzern hat imBerichtszeitraum einen leichten Gewinnzuwachs verzeichnet und die Prognose für2003/2004 bestätigt.

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