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Aktien Frankfurt: Deutscher Aktienmarkt zum Wochenschluss knapp behauptet

Die deutschen Standardwerte haben am Freitagmorgen überwiegend an Wert verloren. Händler verwiesen auf den kleinen Verfallstermin und Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. Der deutsche Aktienindex Dax gab um 0,11 Prozent auf 4 174,24 Punkte nach.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte haben am Freitagmorgen überwiegend an Wert verloren. Händler verwiesen auf den kleinen Verfallstermin und Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. Der deutsche Aktienindex Dax gab um 0,11 Prozent auf 4 174,24 Punkte nach. Während der MDax 0,05 Prozent auf 5 244,04 Zählern addierte, lag der TecDax um 0,04 Prozent mit 511,96 Punkten im Minus.

Das laue Geschäft am Morgen überrasche nicht, weil der kleine Verfallstermin bevorsteht, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. "Viele Anleger schauen, wo sie Optionen ausüben können." Der Handel sei wie bereits an den Vortagen "extrem nervös", was auch die Schwankungen innerhalb eines Tages erkläre. "Die einen setzen auf neue Hochs, die anderen sehen den Markt am Ende der Fahnenstange."

Etwas gefragter waren Bankenwerte. Commerzbank legten um 0,59 Prozent auf 15,26 Euro zu, während Hypovereinsbank um 0,49 Prozent auf 16,41 Euro anzogen. Erneut profitere die Aktie von Berichten über das umfangreiche Sparprogramm, das bei der Hypovereinsbank die Kosten kräftig drücken soll, sagte der Händler: "Das haben wir ja auch bei unserer eigenen Aktie gesehen. Immer wenn Restrukturierungen angekündigt werden, steigt die Aktie nach oben." Deutsche-Bank-Aktien kletterten um 0,06 Prozent auf 64,25 Euro.

Bei Infineon stieg der Kurs um 0,89 Prozent auf 9,08 Euro. Die Aktie profitiere von positiven US-Vorgaben, sagte der Händler. "Aber auch das Überwinden der 9-Euro-Marke hat geholfen." Am Vortag hatte die elektronische Handelsbörse Nasdaq den Weg in die Gewinnzone gefunden.

Siemens-Aktien behaupteten sich 0,02 Prozent unter dem Vortagsschluss mit 61,34 Euro. Konzernchef Heinrich von Pierer hat im Vorfeld des Treffens der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) vor den Folgen eines weiter steigenden Euros gewarnt. "Das ist ein Problem, unsere Produkte haben sich in den letzten Monaten um 30 Prozent verteuert."

Eon-Aktien gaben 0,08 Prozent auf 65,00 Euro ab. Das zum Düsseldorfer Energiekonzern zählende Ferngas-Unternehmen Ruhrgas wird einem Pressebericht zufolge die Großhandelspreise für Gas zum Jahreswechsel voraussichtlich noch einmal kräftig anheben. Wie Unternehmenskreise der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) bestätigten, ist mit einer Preissteigerung von mindestens zwölf Prozent zu rechnen.

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