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Aktien Frankfurt Eröffnung: DAX etwas schwächer - Bayer und Aareal im Blick

Belastet von schwachen US-Vorgaben haben die deutschen Aktien zur Eröffnung am Dienstag zumeist an Wert verloren. Der Leitindex DAX verlor am Morgen 0,56 % auf 3 817,46 Punkte. Der Mdax sank um 0,24 % auf 4 911,70 Zähler, während der Tecdax um 0,43 % auf 473,49 Punkte stieg.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von schwachen US-Vorgaben haben die deutschen Aktien zur Eröffnung am Dienstag zumeist an Wert verloren. Der Leitindex DAX verlor am Morgen 0,56 % auf 3 817,46 Punkte. Der Mdax sank um 0,24 % auf 4 911,70 Zähler, während der Tecdax um 0,43 % auf 473,49 Punkte stieg.

Trotz der Vorlage überwiegend positiv aufgenommener Zahlen fiel die Bayer-Aktie um 1,07 % auf 21,29 ?. Der Chemie- und Pharmakonzern hat im zweiten Quartal dank des kräftigen Wachstums im Pflanzenschutzgeschäfts das operative Ergebnis vor Sondereffekten überraschend deutlich gesteigert. Helabatrust-Analyst Dennis Nacken zeigte sich hingegen insgesamt "leicht enttäuscht". Das Nettoergebnis sei wegen hoher Sonderebelastungen lediglich stabil geblieben und das Pharmageschäft bleibe "eine Dauerbaustelle". Allerdings enttäuschte laut Händlern das Pharmageschäft. Zudem droht Bayer der Abstieg aus dem Stoxx 50 .

Im Mdax brachen die Aktien der Aareal Bank um 27,06 % auf 21,05 ? ein. Der Immobilienfinanzierer hatte am späten Montagabend mit mehreren negativen Nachrichten aufgewartet. Wegen eines höheren Risikovorsorge-Bedarfs rechnet die Gesellschaft nun überraschend mit einem Jahresfehlbetrag. Zudem will sie ihr Kapital erhöhen und sich von Geschäftsteilen trennen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Glauner räumte seinen Chefsessel.

Die Aareal Bank sieht nach einer nun abgeschlossenen Prüfung der Aufsichtsbehörde Bafin einen zusätzlichen Risikovorsorge-Bedarf von 276,6 Mill. ? und erwartet für das Gesamtjahr rote Zahlen. Der Fehlbetrag werde sich voraussichtlich auf etwa 100 Mill. ? belaufen, hieß es in einer Pflichtmitteilung. Bisher hatte das Unternehmen einen Überschuss von nahezu 100 Mill. ? angepeilt.

Marktteilnehmer reagierten geschockt auf die Nachricht. "Das ist schon eine negative Überraschung, die Nachricht des Morgens und erklärt den Kurseinbruch der Aktie", sagte Aktienhändler Stephan Linz von der Baden Bank-Württembergischen in Stuttgart. Hsbc senkte den Titel in der Folge von "Add" auf "Reduce".

Aktien der Heidelberger Druckmaschinen AG gewannen gegen den Trend 0,50 % auf 24,22 ?. Der Konzern forciert seine Sparanstrengungen. "Wir müssen auch die Personalkosten, die wir in der Heidelberg-Gruppe an unserem Standort in Deutschland haben, auf den Prüfstand stellen", sagte Heidelberg-Finanzchef Herbert Meyer der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Das betreffe alles, "von der Anzahl der Mitarbeiter bis zur Entlohnung".

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