Archiv
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax startet schwächer - Ölpreis besorgniserregend

Die immer neuen Rekordhöhen des Ölpreises wecken zunehmend Sorgen über eine konjunkturelle Erholung und haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag erneut belastet. Der Dax gab in den ersten Handelsminuten um 0,75 Prozent auf 3 910,84 Punkte nach.

dpa-afx FRANKFURT. Die immer neuen Rekordhöhen des Ölpreises wecken zunehmend Sorgen über eine konjunkturelle Erholung und haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag erneut belastet. Der Dax gab in den ersten Handelsminuten um 0,75 Prozent auf 3 910,84 Punkte nach. Der MDax verlor 0,48 Prozent auf 5 039,02 Punkte und der TecDax büßte 0,58 Prozent auf 494,02 Zähler ein.

Händler verwiesen auf die weiterhin kursierenden Befürchtungen um die weltwirtschaftliche Entwicklung. "Umso mehr der Ölpreis steigt, umso schwieriger wird es, dessen direkte und indirekte Auswirkungen in den Griff zu bekommen", hieß es seitens der Helabatrust. Ein Ende der Aufwärtstendenz beim Öl sei derzeit nicht absehbar. Zudem hätten auch einige Unternehmensergebnisse und-nachrichten aus den USA enttäuscht. Dies belaste nun die deutschen Aktien.

Versicherer-Titel fielen bei den Anlegern in Ungnade und büßten kräftig ein. Münchener Rück verloren 4,81 Prozent auf 73,50 Euro und Allianz gaben um 3,08 Prozent auf 81,43 Euro nach. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Reihe führender US-Versicherungskonzerne erhoben. Betroffen sei auch Munich American Risk Partners, hatte Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer am Donnerstag in New York gesagt. Die US-Tochter der Münchener Rück dementierte dies jedoch.

MAN-Aktien behaupteten sich mit minus 0,33 Prozent auf 27,50 Euro knapp. In den ersten neun Monaten hat sich der Auftragsboom bei dem Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern fortgesetzt. "Das Geschäft ist auch im September gut gelaufen und wir haben in den ersten neun Monaten weiter ein Plus im Auftragsbestand von über 20 Prozent", sagte der scheidende MAN-Chef Rudolf Rupprecht dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe).

Die Aktien der Deutschen Post legten um 0,13 Prozent auf 15,85 Euro zu. Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge den Briefmarkt nicht so weit öffnen wie von Brüssel gefordert. Das gewerbliche Sammeln, Sortieren und Frankieren von Briefen unter 100 Gramm wird nach Willen des Bundes auch künftig allein der Deutschen Post vorbehalten bleiben, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Freitag). Außerdem weiten die Frachtsparte der weltgrößten Fluggesellschaft American Airlines und die Deutsche Post-Tochter DHL Express ihre Zusammenarbeit aus.

Ungeachtet der erzielten Einigung über ein Rettungspaket brachen Karstadt-Quelle-Papiere im MDax um 5,48 Prozent auf 11,04 Euro ein. Händler verwiesen auf den Einfluss der jüngsten Kapitalmaßnahme, die zu einem unerwartet starken Verwässerungseffekt führen könnte.

Südzucker-Papiere büßten nach Vorlage von Halbjahreszahlen um 2,40 Prozent auf 14,22 Euro ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%