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Aktien Frankfurt Eröffnung: Knapp behauptet - Gewinnmitnahmen belasten

Die deutschen Standardwerte haben am Donnerstagmorgen überwiegend an Wert verloren. Belastet von Gewinnmitnahmen gab der deutsche Aktienindex Dax um 0,32 Prozent auf 4 170,85 Punkte ab, nachdem er am Vortag auf dem höchsten Stand seit Juli 2002 geschlossen hatte.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte haben am Donnerstagmorgen überwiegend an Wert verloren. Belastet von Gewinnmitnahmen gab der deutsche Aktienindex Dax um 0,32 Prozent auf 4 170,85 Punkte ab, nachdem er am Vortag auf dem höchsten Stand seit Juli 2002 geschlossen hatte. Während der MDax 0,12 Prozent auf 5 217,71 Zähler sank, lag der TecDax um 0,04 Prozent mit 512,16 Punkten im Minus.

Von einem sehr ruhigen Handelsauftakt berichtete ein Händler der Nord/LB. Nach der guten Kursentwicklung am Vortag könnten einige Anleger satte Gewinne mitnehmen.

Die Aktien von Infineon büßten als schwächster Dax-Wert 0,89 Prozent auf 8,87 Euro ein. Mit einem skeptischen Blick auf die Entwicklung der Dram-Chippreise senkte die CSFB die Empfehlung von "Outperform" auf "Neutral". Zudem rechnet der US-Halbleiterausrüster Applied Materials im laufenden Quartal mit sinkenden Auftragseingängen und Umsätzen. Die Applied-Aktie fiel nachbörslich in New York ins Minus.

Allianz-Aktien verloren 0,65 Prozent auf 92,99 Euro. Die Untersuchungen wegen Marktmanipulationen in der amerikanischen Versicherungsbranche haben einem Pressebericht zufolge jetzt auch den Münchener Konzern erreicht. Die für das Lebensversicherungsgeschäft in den Vereinigten Staaten zuständige Tochtergesellschaft Allianz Life habe ein formelles Auskunftsgesuch der Generalstaatsanwaltschaft in Connecticut erhalten. "Das Gesuch ist Anfang November bei uns eingegangen", sagte eine Sprecherin von Allianz Life der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Münchener Rück büßten 0,40 Prozent auf 83,66 Euro ein.

Als einziger Dax-Wert in der Gewinnzone zogen Bayer um weitere 0,21 Prozent auf 24,35 Euro an. Der Chemie- und Pharmakonzern hat von seinen Aktionären am Vortag Grünes Licht für die Abspaltung der neuen Chemiegesellschaft Lanxess erhalten.

Versorgerwerte wie Eon und RWE standen laut Händlern im Blickpunkt. Während Eon 0,12 Prozent auf 65,04 Euro verloren, sanken RWE um 0,27 Prozent auf 40,91 Euro. Das Bundeskartellamt hat sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Donnerstag) in den Streit um hohe Gaspreissteigerungen eingeschaltet. Derzeit werde bundesweit bei mehreren Gasversorgern überprüft, ob die letzten Preiserhöhungen um bis zu zehn Prozent gerechtfertigt waren, hieß es unter Berufung auf die Wettbewerbshüter.

Als schwächster Wert im MDax verloren Wincor Nixdorf 4,27 Prozent auf 50,00 Euro. Der Hersteller von Bankautomaten und Kassensystemen hat 341 000 eigene Aktien verkauft und mit dem Gewinn Anleihen zurückgezahlt. Weitere Aktienverkäufe werde es nicht geben, hieß es.

Die Aktien von Fielmann sanken um 0,72 Prozent auf 49,52 Euro. Bei dem Augenoptiker sank im dritten Quartal der Vorsteuergewinn von 26,1 auf 14,67 Mill. Euro, lag damit aber leicht über der Prognose der Analysten. Händler hatten bereits vorbörslich mit Kursrückgängen gerechnet, da die Aktie in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen ist.

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