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Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwache Nasdaq-Vorgaben belasten AktienmarktDPA-Datum: 2004-07-19 09:48:07

(dpa-AFX) Frankfurt - Hohe Verluste an der US-Technologiebörse Nasdaq haben am Montagmorgen die Kurse an den deutschen Börsen belastet. Im frühen Handel gab der DAX < DAX.ETR > 0,31 Prozent auf 3.833,98 Punkte nach. Während der Mdax < Mdax.ETR > um 0,42 Prozent auf 4.923,25 Punkte einbüßte, gab der Tecdax < Tdxp.ETR > um 0,60 Prozent auf 518,78 Punkte nach.

(dpa-AFX) Frankfurt - Hohe Verluste an der US-Technologiebörse Nasdaq haben am Montagmorgen die Kurse an den deutschen Börsen belastet. Im frühen Handel gab der DAX < DAX.ETR > 0,31 Prozent auf 3.833,98 Punkte nach. Während der Mdax < Mdax.ETR > um 0,42 Prozent auf 4.923,25 Punkte einbüßte, gab der Tecdax < Tdxp.ETR > um 0,60 Prozent auf 518,78 Punkte nach.

Börsianer verwiesen auf die schwachen Vorgaben von der Wall Street: Dort fiel der technologielastige Nasdaq Composite Index < Compx.IND > am Freitag auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten, während der Leitindex Dow Jones < Indu.IND > ebenfalls nachgab.

Pharmawerte standen am Morgen zumeist auf den Verkaufszetteln der Anleger. Händler verwiesen auf die Sparpläne der Bundesregierung. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt fordert unverändert von der Branche, eine Milliarde Euro zu sparen. Als schwächster DAX-Wert büßten Schering < SCH.ETR > 1,37 Prozent auf 46,75 Euro ein, während Altana < ALT.ETR > 0,39 Prozent auf 45,70 Euro verloren. Der Berliner Pharmahersteller Schering hat noch immer keine US-Zulassung für seine Antibabypille Yasmin 20 erhalten. Vielmehr verlängerte die US-Arzneimittelbehörde FDA die Prüfung.

Auch Bayer < BAY.ETR > büßten 0,99 Prozent auf 22,04 Euro ein. Nach wochenlangen Spekulationen hat die Schweizer Roche Holding < ROG.VTX > < Rho5.FSE > das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten an den Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > verkauft. Der Preis sei mit 2,38 Milliarden "etwas teurer als vermutet, jedoch noch im Rahmen", urteilte die alpha Wertpapierhandelsbank. Strategisch sei dieser Schritt "sehr sinnvoll und kommt möglicherweise etwas eher als erwartet."

Automobilwerte waren hingegen gefragt. Bester DAX-Wert war die Volkswagen-Aktie, < VOW.ETR > die um 0,53 Prozent auf 32,16 Euro zulegte. Zugleich zogen Daimlerchrysler < DCX.ETR > um 0,45 Prozent auf 36,11 Euro an. Konzernchef Jürgen Schrempp rechnet Medienberichten zufolge bereits in den kommenden Tagen mit einer Einigung mit den Gewerkschaften. Zudem geht Mercedes-Chef Jürgen Hubbert davon aus, dass die PKW-Sparte 2004 deutlich mehr Autos absetzt, als im Vorjahr.

Nahezu unverändert präsentierten sich die Aktien der Deutschen Börse < DB1.ETR > . Der Kurs stieg um 0,05 Prozent auf 40,42 Euro, nachdem der Börsenplatzbetreiber Fusionsgespräche mit seinem langjährigen Partner Schweizer Börse (SWX) bestätigt hatte. Bereits seit Jahren betreiben beide die Derivatebörse Eurex.

An der Spitze des Mdax zogen Prosiebensat.1 Media AG < PSM.ETR > um 2,80 Prozent auf 14,70 Euro an. Vorstandschef Guillaume de Posch rechnet in diesem Jahr mit zwei Prozent Wachstum, nachdem er bisher eine Stagnation erwartet hatte.

Die deutschen Börsenindizes seien erwartungsgemäß im Minus gestartet, nachdem die US-Technologiewerte am Freitag an Wert verloren hätten, sagte ein Händler einer ausländischen Bank in Frankfurt.

Nur einen kurzen Blick war ihm der Börsenneuling Epigenomics < ECX.FSE > wert. "Da schaut man nur kurz drauf. Das IPO-Geschäft ist in diesem Jahr sehr schwierig." Viele Börsengänge seien abgesagt worden oder hätten Kursverlierer produziert. Noch in den ersten dreißig Minuten des Handels rutschte die Aktie um 15 Cent unter den gesenkten Ausgabepreis und wechselte zuletzt bei 8,85 Euro den Besitzer.

Die Gerüchte über einen schlechten Geschäftsverlauf bei Puma würden ernster genommen, als noch in der Vorwoche zu erwarten, sagte der Händler. Jede Wachstumsgeschichte ende einmal. Als schwächster Mdax-Wert büßten Puma < PUM.ETR > 1,51 Prozent auf 188,20 Euro ein./

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