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Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwächer - Autowerte im FokusDPA-Datum: 2004-07-12 09:31:17

(dpa-AFX) Frankfurt - Negative Nachrichten aus der Autobranche, der unverändert hohe Ölpreis und ein starker Euro haben Händlern zufolge am Montag deutsche Aktien belastet. Der DAX < DAX.ETR > gab nach den ersten Handelsminuten um 0,51 Prozent auf 3.904,47 Punkte nach. Der Tecdax < Tdxp.ETR > sank um 0,35 Prozent auf 542,84 Zähler und der Mdax < Mdax.ETR > verlor 0,02 Prozent auf 4.995,16 Zähler.

(dpa-AFX) Frankfurt - Negative Nachrichten aus der Autobranche, der unverändert hohe Ölpreis und ein starker Euro haben Händlern zufolge am Montag deutsche Aktien belastet. Der DAX < DAX.ETR > gab nach den ersten Handelsminuten um 0,51 Prozent auf 3.904,47 Punkte nach. Der Tecdax < Tdxp.ETR > sank um 0,35 Prozent auf 542,84 Zähler und der Mdax < Mdax.ETR > verlor 0,02 Prozent auf 4.995,16 Zähler.

"Bereits am Freitag ist der DAX zeitweise bis auf 3.883 Punkte gefallen und es ist denkbar, dass er noch tiefer fällt, weil positive Nachrichten fehlen", sagte Aktienstratege Christian Schmidt von der Helaba in Frankfurt.

Zahlreiche unerfreuliche Berichte zu Autowerten, allen voran ein belastender Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zu VW, drückte diese Aktien tief in die Verlustzone. Volkswagen < VOW.ETR > büßten 1,57 Prozent auf 32,70 Euro ein. Daimlerchrysler < DCX.ETR > gaben um 0,55 Prozent auf 36,35 Euro nach und BMW < BMW.ETR > verloren 0,36 Prozent auf 35,74 Euro. MAN < MAN.ETR > fielen um 1,62 Prozent auf 28,53 Euro.

Die Wolfsburger steuern nach Informationen des "Spiegels" auf eine Verschärfung der Absatzkrise zu. VW-Chef Bernd Pischetsrieder müsse bald eine Gewinnwarnung herausgeben. Das Ziel eines operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen von 2,5 Milliarden Euro und damit auf Vorjahresniveau, sei nicht mehr zu erreichen, hieß es in dem Bericht. VW-Sprecher Dirk Große-Leege dementierte hingegen, dass Krisenstimmung herrsche. Zusätzlich belastend für VW ist auch, dass die EU-Kommission gegen die VW-Tochter Audi wegen angeblich rechtswidriger Geschäftspraktiken ermittelt.

Im Streit mit dem Betriebsrat um Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe steht der Stuttgarter Daimlerchrysler < DCX.ETR > eine turbulente Woche bevor. Die Auseinandersetzungen erreichten am Samstag einen ersten Höhepunkt, als 12.000 Beschäftigte im Pkw-Werk Sindelfingen ihre Arbeit nicht antraten und es zu Produktionsausfällen kam. Der Betriebsrat hatte notwendige Überstunden verweigert und will auch an dem geplanten Aktionstag an diesem Donnerstag festhalten. Die IG Metall hat dazu sämtliche Daimlerchrysler-Mitarbeiter in Deutschland zu Protesten aufgerufen.

Zusätzlich teilte der Autohandel mit, er erwarte in Deutschland angesichts der Konjunkturflaute kein gutes Jahr 2004. "Selbst die gerade auf 3,24 Millionen Neuzulassungen reduzierte Prognose des Automobilverbandes VDA ist aus unserer Sicht noch zu optimistisch", sagte Sprecher Helmut Blümer des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Siemens-Aktien < SIE.ETR > gaben um 0,98 Prozent auf 55,84 Euro nach. Der Technologiekonzern hält nach den Worten des scheidenden Vorstandschefs Heinrich von Pierer am renditeschwachen Handygeschäft fest. Goldman Sachs stufte Siemens unterdessen von "Outperform" auf "In-line" ab. Ein weiter sinkender US-Dollar und weniger optimistische Prognosen für die Weltwirtschaft legten den Schluss nahe, dass die derzeitige Stärke der Branche nicht durchzuhalten sei, hieß es in der Studie.

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