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Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwächer - Steigender Ölpreis belastet

Der auf neue Rekordhöhen gestiegene Ölpreis hat am Dienstag zum wiederholten Mal die deutschen Börsen belastet. Kurz nach Handelsstart fiel der deutsche Leitindex Dax um 0,54 Prozent auf 3 853,58 Punkte. Der MDax gab um 0,28 Prozent auf 4 960,50 Zähler nach und der TecDax büßte 0,84 Prozent auf 476,37 Zähler ein.

dpa-afx FRANKFURT. Der auf neue Rekordhöhen gestiegene Ölpreis hat am Dienstag zum wiederholten Mal die deutschen Börsen belastet. Kurz nach Handelsstart fiel der deutsche Leitindex Dax um 0,54 Prozent auf 3 853,58 Punkte. Der MDax gab um 0,28 Prozent auf 4 960,50 Zähler nach und der TecDax büßte 0,84 Prozent auf 476,37 Zähler ein.

Die Angst vor Engpässen trieb den Ölpreis am Morgen im asiatischen Handel erstmals auf über 50 Dollar. "Ein Ende des Ölpreis-Anstiegs ist nicht absehbar und das bereitet den Investoren am Markt Sorgen", sagte ein Händler. Zudem belasteten die Kapitalerhöhungen beim Schweizer Versicherer Converium und beim Essener Karstadtquelle-Konzern die Stimmung, sagte er.

Die Aktie des angeschlagenen Waren- und Versandhauses Karstadtquelle fiel im MDax um 1,94 Prozent auf 13,12 Euro. Unternehmensangaben zufolge wird noch in diesem Jahr für 1,4 Mrd. Euro umstrukturiert. Die Essener wollen sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren und von Randaktivitäten abstoßen. Zudem ist eine Kapitalerhöhung von 500 Mill. Euro vorgesehen. Bereits im Geschäftsjahr 2005 soll ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) erreicht werden. An diesem Dienstag sollen weitere Details bekannt gegeben werden.

Im Dax büßte die unter dem steigenden Ölpreis besonders leidende Aktie der Lufthansa als schwächster Wert um 2,05 Prozent auf 9,07 Euro ein.

Hypovereinsbank gaben um 1,21 Prozent auf 14,72 Euro ein. Deutsche Bank verloren 0,81 Prozent auf 57,67 Euro und Commerzbank gaben um 0,95 Prozent auf 14,62 Euro nach. Ein Händler sagte mit Blick auf die Bankentitel, dass an diesem Tag eine wichtige Entscheidung der EU anstehe. "Dabei geht es darum, ob die deutschen Banken door-to-door Immobilien verkaufen dürfen", sagte er. Sollte ein Urteil zugunsten der Verbraucher zustande kommen, dann wäre das für die Banken unvorteilhaft, weil Geschäfte rückabgewickelt werden müssten. Abgewertete Immobilien müssten dann von den Banken zurückgenommen werden. "Davon wäre die HVB besonders betroffen", sagte der Händler.

Die Aktie Gelb der Deutschen Post verlor 0,73 Prozent auf 16,23 Euro. Der Logistikkonzern übernimmt 38 Prozent am spanischen Briefversender Unipost. Zudem hätten alle bisherigen Anteilseigner ein Interesse daran, dass die Deutsche Post den Anteil am größten privaten Briefdienst Spaniens in Zukunft aufstocken könne, sagte ein Post-Sprecher am Montagabend. Über den Kaufpreis sei allerdings Stillschweigen vereinbart worden.

Die Aktie der Münchener Rück fiel um 1,58 Prozent auf 76,75 Euro. JP Morgan stufte das Papier des Rückversicherers von "Overweight" auf "Neutral" ab.

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