Archiv
Aktien Frankfurt: Euro-Hoch und Rekord-Ölpreis drücken Dax erheblich

Das Mehrmonatshoch des Euro und eine ungebremste Rekordfahrt des Ölpreises haben am Montag die Aktienkurse in Frankfurt stark belastet.

dpa-afx FRANKFURT. Das Mehrmonatshoch des Euro und eine ungebremste Rekordfahrt des Ölpreises haben am Montag die Aktienkurse in Frankfurt stark belastet. Besonders heftig büßten die ölpreisabhängigen Aktien aus der Automobil- und Maschinenbauindustrie ein, die durch den hohen Euro im Dollarraum zusätzliche Nachteile erlitten. Mit 51,70 Dollar erreichte der Rohöl-Future am Vormittag in London einen neuen Rekord. Allein seit vergangenem Dienstag ist der Ölpreis damit um fast drei Dollar gestiegen.

Der Dax sank am Nachmittag um 1,86 Prozent auf 3 862,12 Punkte. Der MDax unterschritt bereits am Morgen die Marke von 5 000 Punkten und verlor zuletzt 1,39 Prozent auf 4 990 Zähler. Der TecDax gab um 1,83 Prozent auf 493,38 Punkte nach. Am Devisenmarkt stieg die Gemeinschaftswährung weiter und wurde erstmals seit Februar wieder bei rund 1,28 Dollar gehandelt.

Der bereits negativ gestimmte Markt ignorierte auch die positiven Zeichen des ifo-Geschäftsklimas, das im Oktober entgegen den Erwartungen leicht angestiegen ist. Keine der 30 Dax-Aktien konnte sich dem Abwärtstrend entziehen. Die Futures für die Börsen in den USA deuteten zuletzt auf eine Fortsetzung des Ausverkaufs vom Freitag.

"Angesichts der Ölpreise und der sehr schwachen Indizes in den USA halten sich selbst die Optimisten zurück", sagte Aktienhändler Norbert Pütz von der Postbank in Frankfurt. Mit dem Erreichen neuer Jahrestiefs in New York am Freitag und schwacher Märkte in Asien sei die Stimmung von Handelsbeginn an eingetrübt gewesen. Der Tokioter Nikkei wurde zusätzlich durch das schwere Erdbeben vom Wochenende belastet.

Deutsche Autowerte bildeten in Frankfurt den Boden der Indizes. BMW-Aktien gaben 2,91 Prozent auf 32,37 Euro nach. Daimler-Chrysler - Titel verbilligten sich um 3,17 Prozent auf 31,74 Euro. Volkswagen fielen um 1,29 Prozent auf 33,76 Euro. Porsche-Vorzüge verloren außerhalb der Dax-Familie 4,28 Prozent auf 486,10 Euro. Deutsche Autobauer leiden besonders stark unter einem festen Euro und gerieten entsprechend spürbar unter Druck, sagten Börsianer. Ein hoher Eurokurs erschwert den Absatz in die USA, da die Produkte für die Endverbraucher teurer werden.

Maschinen- und LKW-Hersteller MAN verloren 2,30 Prozent auf 27,17 Euro und litten damit ebenso unter dem Ölpreis-Hoch wie etwa die Deutsche Lufthansa , die um 1,87 Prozent auf 9,47 Euro nachgab. Touristikwert Tui sank um 2,35 Prozent auf 15,79 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%