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Aktien Frankfurt: Gut behauptet - Dünne Umsätze; keine wichtigen Nachrichten

Bei sehr geringen Umsätzen haben sich die deutschen Aktienindizes am Dienstag uneinheitlich entwickelt. Der Leitindex Dax gewann am Mittag 0,33 Prozent auf 4 249,47 Punkte, während der MDax 0,11 Prozent auf 5 358,10 Zähler einbüßte.

dpa-afx FRANKFURT. Bei sehr geringen Umsätzen haben sich die deutschen Aktienindizes am Dienstag uneinheitlich entwickelt. Der Leitindex Dax gewann am Mittag 0,33 Prozent auf 4 249,47 Punkte, während der MDax 0,11 Prozent auf 5 358,10 Zähler einbüßte. Der TecDax stieg leicht um 0,16 Prozent auf 521,25 Punkte.

"Die Stimmung ist positiv. Es gibt keine großen Ängste und keinen Verkaufsdruck im Markt", sagte Aktienhändler Norbert Pütz von der Postbank. Allerdings seien die Umsätze sehr gering und marktbewegende Nachrichten von Unternehmen gebe es kaum. Positiv für die Stimmung sei der zuletzt gefallene Ölpreis, der aber wiederum durch den gestiegenen Euro ausgeglichen werde. Zudem gebe es zum Jahresschluss einige Investoren, die ihr Portfolio "adjustierten" - Gewinner würden gekauft und Verlierer verkauft. Ein anderer Händler betonte, dass viele Anleger froh über die Vorgaben der asiatischen Börsen seien, die sich nach der Flutkatastrophe sehr stabil zeigten.

Wichtigste Unternehmens-Nachricht ist aus Sicht von Pütz das Interview mit dem Vorstandssprecher der Hypovereinsbank (HVB) , Dieter Rampl, in der "Börsen-Zeitung". Demnach geht das Geldinstitut verhalten in das neue Geschäftsjahr. Das Umfeld sei mit Sicherheit weiter schwierig, sagte Rampl unter Bezug auf die Entwicklung im vierten Quartal. Die HVB-Aktien verloren bis zum Mittag 1,34 Prozent auf 16,92 Euro und waren damit zweitschwächster Wert im Dax. Händlern zufolge deuten die Aussagen auf ein erneut nicht so gut gelaufenes viertes Quartal bei der HVB.

Schwächster Wert im Index der 30 größten Titel war der Touristikkonzern Tui mit minus 1,46 Prozent auf 17,49 Euro. "Tui-Aktien werden weiter etwas gedrückt von der Katastrophe in Asien", sagte Pütz. Zugleich müsse aber beachtet werden, dass die Tui-Papiere sich nach der Platzierung des 31-Prozent-Anteils durch die WestLB zuletzt gut entwickelt hätten, hob Pütz hervor. Andere Händler betonten, dass Tui und andere Touristikunternehmen nicht so stark wie von Börsianern befürchtet von der Naturkatastrophe in Südasien betroffen würden.

Etwas stärker als der Dax legte das Index-Schwergewicht Deutsche Telekom zu. T-Aktien profitierten von Aussagen des Unternehmenschefs Kai-Uwe Ricke in der "Financial Times Deutschland" und stiegen 0,42 Prozent auf 16,55 Euro. Den Aussagen zufolge will die Telekom durch die Verschmelzung ihrer Internettochter T-Online mit der Festnetzsparte T-Com die Umsatzrückgänge in dieser größten Konzerndivision stoppen.

Titel der Rückversicherer Münchener Rück und Hannover Rück zeigten sich am Dienstagmittag gut behauptet, nachdem sie am Montag wegen der Furcht vor Belastungen durch die verheerende Flutwelle unter Druck geraten waren. Münchener Rück verzeichneten ein Plus von 0,40 Prozent auf 90,36 Euro, Hannover Rück kletterten leicht um 0,10 Prozent auf 28,86 Euro.

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