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Aktien Frankfurt: Gut behauptet - Zahlen positiv - Euro und Ölpreis belasten

Unterstützt von guten Quartalszahlen von SAP und Schering haben deutsche Aktien am Donnerstag meist leichte Kursgewinne verzeichnet. Der Dax gewann 0,40 Prozent auf 3 928,18 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Unterstützt von guten Quartalszahlen von SAP und Schering haben deutsche Aktien am Donnerstag meist leichte Kursgewinne verzeichnet. Der Dax gewann 0,40 Prozent auf 3 928,18 Punkte. Der MDax stieg um 0,09 Prozent auf 5 042,92 Zähler, der TecDax legte um 0,40 Prozent auf 501,63 Punkte zu.

"Es ist zermürbend. Wir kommen einfach nicht vom Fleck und positive Ansätze werden durch Störfeuer vom Euro und dem Ölpreis immer wieder zunichte gemacht", sagte Thilo Müller von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Am Nachmittag hätten neue Konjunkturdaten aus den USA aber nochmal positive Impulse gebracht und dem Dax etwas auf die Beine geholfen, betonte ein weiterer Börsianer.

SAP-Aktien hielten sich nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen mit plus 2,08 Prozent auf 132,78 Euro an der Dax-Spitze. "Die Zahlen liegen über den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes", sagten Händler. Positiv werteten Händler und Analysten vor allem die besser als erwartet ausgefallenen Lizenzumsätze. Unterstützend wirkten auch gute Zahlen des US-Wettbewerters Siebel Systems . JP Morgan bestätigte in einer ersten Reaktion die "Overweight"-Empfehlung mit dem Kursziel 170 Euro.

Schering-Aktien profitierten ebenfalls von der Vorlage von besser als erwarteten Geschäftszahlen. Dank guter Verkäufe der Anti-Baby-Pille Yasmin seien die Gewinne höher als erwartet ausgefallenen. Die gesenkte Umsatzprognose für das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon habe die Aktie nur zeitweise ins Minus gedrückt. Zuletzt legten Schering 0,80 Prozent auf 50,55 Euro zu.

Allianz-Titel verloren 0,44 Prozent auf 79,49 Euro. Die weitere Unsicherheit um die Untersuchungen des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer gegen die führenden Versicherer in den USA belasteten, sagten Händler Autowerte wurden von einem hohen Ölpreis und dem mehrmonatigen Hoch beim Euro belastet. Volkswagen gaben 0,29 Prozent auf 34,97 Euro ab. Zudem litten VW-Aktien unter einer negativen Studie der Deutschen Bank.

Im MDax kletterten Vossloh-Aktien mit plus 4,50 Prozent auf 32,07 Euro an die Spitze. Die Analysten von UBS hatten den Titel von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Die Papiere der comdirect Bank gewannen nach Vorlage von Geschäftszahlen 3,70 Prozent auf 5,88 Euro. Der Online-Broker verbuchte zwar im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang, der aber weniger gravierend ausfiel als von Börsianern befürchtet.

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