Archiv
Aktien Frankfurt: Kurse geben im Griff von Euro und Ölpreis durchgängig nach

Der hohe Euro-Kurs und eine ungebremste Rekordfahrt des Ölpreises haben am Montag die Aktienkurse in Frankfurt belastet.

dpa-afx FRANKFURT. Der hohe Euro-Kurs und eine ungebremste Rekordfahrt des Ölpreises haben am Montag die Aktienkurse in Frankfurt belastet. Besonders ausgeprägt war der Einbruch bei den ölpreisabhängigen Aktien aus der Automobil- und Maschinenbauindustrie, die durch den hohen Euro im Dollarraum zusätzliche Nachteile erleiden. Mit 51,70 Dollar erreichte der Rohöl-Future in London einen neuen Rekord. Allein seit vergangenem Dienstag war der Ölpreis um fast drei Dollar gestiegen. Auch unerwartet positive ifo-Daten hellten die Stimmung nicht auf.

Der Dax sank im Mittagshandel um 2,30 Prozent auf 3 844,75 Punkte und bewegte sich nur hauchdünn über dem bisherigen Tagestief. Der MDax unterschritt die Marke von 5 000 Punkten und verlor 1,65 Prozent auf 4 976,29 Zähler. Der TecDax gab um 2,1 Prozent auf 492,31 Punkte nach. Am Devisenmarkt stieg die Gemeinschaftswährung weiter und wurde erstmals seit Februar wieder über die Marke von 1,28 Dollar je Euro gehandelt.

"Angesichts der Ölpreise und den sehr schwachen Indizes in den USA halten sich hier selbst die Optimisten zurück", sagte Aktienhändler Norbert Pütz von der Postbank in Frankfurt. Mit dem Erreichen neuer Jahrestiefs an der Wall Street am Freitag und ähnlich schwacher Märkte in Asien sei die Stimmung von Handelsbeginn an eingetrübt gewesen.

Die unerwartete, geringe Steigerung des ifo-Geschäftsklimas im Oktober wurde vom Markt dabei ignoriert. Keine der 30 Dax-Aktien konnte sich dem Abwärtstrend entziehen; mit dem Rüstungswert Rheinmetall hielt sich nur ein MDax-Wert in der Gewinnzone. Rheinmetall gewannen 0,47 Prozent auf 32,00 Euro.

Deutsche Autowerte litten stark überdurchschnittlich und wurden sowohl vom Ölpreis als auch vom starken Euro belastet. BMW-Aktien gaben 3,69 Prozent auf 32,14 Euro nach. Daimler-Chrysler-Titel verbilligten sich um 3,14 Prozent auf 31,75 Euro. Volkswagen fielen um 1,96 Prozent auf 33,53 Euro. Traditionell leiden die Autobauer besonders stark unter einem festen Euro und stehen entsprechend zuletzt spürbar unter Druck, sagten Börsianer. Ein hoher Eurokurs erschwert den Absatz in die USA, wo die Produkte für die Endverbraucher teurer werden.

Selbst gute Zahlen konnten den Aktien von Schwarz Pharma nicht gegen den schwachen Gesamtmarkt helfen. Nach einer behaupteten Tendenz sanken die Aktien zuletzt um 1,03 Prozent auf 29,75 Euro. Die Quartalszahlen des Arzneimittelherstellers fielen nach Einschätzung von Händlern besser als erwartet aus. Vor allem auch die Erhöhung der Gesamtjahres-Umsatzprognose sei am Markt positiv aufgenommen worden, hieß es.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%