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Aktien Frankfurt: Nachgebender Ölpreis treibt die Kurse an - Lufthansa führend

Mit dem sinkenden Ölpreis haben sich die Aktienkurse am Donnerstag kräftig nach oben bewegt. An der Frankfurter Börse reagierte der Dax am Nachmittag mit einem klaren Plus von 0,70 Prozent auf 3 956,50 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Mit dem sinkenden Ölpreis haben sich die Aktienkurse am Donnerstag kräftig nach oben bewegt. An der Frankfurter Börse reagierte der Dax am Nachmittag mit einem klaren Plus von 0,70 Prozent auf 3 956,50 Punkte. Der MDax gewann um 0,37 Prozent auf 5 063,97 Zähler und der TecDax stieg um 0,35 Prozent auf 500,07 Punkte. Am Devisenmarkt rückte der Euro von der 1,28-Dollar-Marke ab, was am Markt gleichfalls stützend wirkte, berichteten Händler.

Der Ölpreis hatte in den vergangenen 24 Stunden deutlich nachgegeben. So sank die europäische Sorte Brent zuletzt in London auf 48,86 Dollar je Barrel. In den USA wurde Rohöl unter 52 Dollar gehandelt. Als Grund gelten die gestiegenen Rohöl-Vorräte der USA. "In den letzten Wochen war immer von einem Spekulationsaufschlag von drei bis fünf Dollar die Rede", sagte ein Aktienhändler der Frankfurter Deka-Bank. Der sei jetzt nicht mehr enthalten: "Nun kommt es für die Märkte darauf an, wie es weiter geht".

Händler bestätigten mit Blick auf die hohen Kursgewinne der Lufthansa-Aktie übereinstimmend einen Zusammenhang mit dem Ölpreis, warnten aber vor einer Überreaktion angesichts der weiter unsicheren Energiemärkte. Das Papier der größten deutschen Fluggesellschaft stieg um 4,01 Prozent auf 10,12 Euro. Touristikwert Tui gewann in dessen Sog 1,30 Prozent auf 16,42 Euro.

Die Vorlage von Quartalszahlen bei Daimler-Chrysler und Volkswagen brachte beide Autowerte erheblich in Bewegung. Volkswagen-Aktien belegten am Vormittag zeitweise die Dax-Spitze, fielen zuletzt aber zurück und notierten um ein Prozent fester bei 34,68 Euro. Die Zahlen von VW hätten zwar unter den durchschnittlichen Markterwartungen gelegen, doch das operative Ergebnis vor Sondereffekten sei besser als erwartet ausgefallen, sagte ein Analyst. Zudem wurde die Prognose bestätigt.

Daimler-Chrysler wurden nach der Zahlenvorlage lange in der Verlustzone gehandelt, retteten zuletzt aber ein geringes Plus von 0,09 Prozent bei 32,78 Euro. Ein unerwartet eingebrochenes operatives Ergebnis bei Mercedes-Benz versalzte den Anlegern die Stimmung, berichteten Händler. Nutzfahrzeuge und die US-Tochter Chrysler konnten mit ihren Ergebnissen hingegen "geradezu glänzen", sagte ein Analyst. Stärkster Autowert im Dax war BMW , die um 1,29 Prozent auf 33,71 Euro stiegen. Zulieferer Continental gewann 1,42 Prozent auf 43,48 Euro.

Mit einem Einbruch von 5,04 Prozent auf 41,07 Euro reagierte die Altana-Aktie auf eine Verzögerung beim Zulassungsantrag für das umsatzstark erwartete Atemwegsmedikament Roflumilast in den USA. Altana verwies auf Probleme bei der Patientengewinnung. Die Nachricht kam einem Aktienhändler zufolge "unerwartet" und wirkte entsprechend belastend.

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