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Aktien Frankfurt Schluss: Behauptet - Finanzwerte stützen, Ölpreis belastet

Angeführt von Finanzwerten haben deutsche Aktien nach einem schwachen Handelsstart am Dienstag ins Plus gedreht und mit geringen Gewinnen geschlossen. Der Leitindex Dax schloss um 0,20 Prozent höher als am Vortag bei 3 882,27 Punkten. Der MDax legte um 0,24 Prozent auf 4 986,32 Zähler zu und der TecDax stieg um 0,76 Prozent auf 484,07 Punkte. Unverändert belastete aber der auf einen neuen Höchstwert gestiegene Ölpreis die Marktstimmung.

dpa-afx FRANKFURT. Angeführt von Finanzwerten haben deutsche Aktien nach einem schwachen Handelsstart am Dienstag ins Plus gedreht und mit geringen Gewinnen geschlossen. Der Leitindex Dax schloss um 0,20 Prozent höher als am Vortag bei 3 882,27 Punkten. Der MDax legte um 0,24 Prozent auf 4 986,32 Zähler zu und der TecDax stieg um 0,76 Prozent auf 484,07 Punkte. Unverändert belastete aber der auf einen neuen Höchstwert gestiegene Ölpreis die Marktstimmung.

"Der Markt hält sich trotz des extrem hohen Ölpreises von mehr als 50 Dollar erstaunlich gut", sagte Händler Stephan Linz von der BW Bank in Stuttgart. Dabei half nicht nur die relativ stabile Wall Street, sondern vor allem ein Rechtsgutachten des EU-Generalanwalts Philippe Leger über Immobiliengeschäfte an der Haustür. Leger ordnete diese in den neunziger Jahren stark verbreiteten Geschäfte nicht unter die strenge EU-Richtlinie zu Haustürgeschäften ein. Deutsche Banken - allen voran die HVB - seien nicht länger von Mrd. schweren Verbindlichkeiten bedroht, die im Falle einer Aufhebung solcher Geschäfte angefallen wären.

Hypovereinsbank-Aktien , die am Morgen noch die Verliererliste angeführt hatten, schlossen aus diesem mit plus 2,48 Prozent auf 15,27 Euro als Dax-Spitzenreiter. Commerzbank-Titel legten 0,61 Prozent auf 14,85 Euro zu. Schwach schloss im Leitindex das Papier des Autozulieferers Continental mit minus 0,92 Prozent auf 44,02 Euro. Anleger nahmen Gewinne mit, nachdem das Papier in den vergangenen Wochen stärker als der Dax zugelegt hatte, berichteten Analysten.

Gesteigertes Anlegerinteresse zog die Aktie des Waren- und Versandhauses Karstadtquelle auf sich. Nach frühen Verlusten auf Grund einer angekündigten Kapitalerhöhung und hohen Umstrukturierungskosten stieg die Aktie zuletzt wieder in die MDax-Spitzengruppe und legte um 3,51 Prozent auf 13,85 Euro zu.

Mit einem massiven Personalabbau, der Trennung von Randgeschäften, Auslagerungen und einer schärferen Positionierung der Marke will sich der tiefrote Zahlen schreibende Essener Traditionskonzern aus der Misere befreien. Positiv schätzten Analysten zudem ein, dass sich die Großaktionäre Allianz und der Pool Schickedanz die Kapitalerhöhung über 500 Mill. Euro entsprechend ihren Anteilen an Karstadtquelle zeichnen werden.

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