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Aktien Frankfurt Schluss: Dax auf Dreimonatshoch - Deutlich über 4 000 Punkten

Frankfurt (dpa-AFX) Angetrieben von einer leichten Entspannung am Ölmarkt und positiven Vorgaben aus Übersee hat der Deutsche Aktienindex Dax am Montag die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Punkten übersprungen und auf dem höchsten Stand seit drei Monaten geschlossen. Das Börsenbarometer stieg um 0,96 Prozent auf 4 033,28 Zähler. Zuletzt hatte der Index Anfang Juli so hoch gestanden.

Frankfurt (dpa-AFX) Angetrieben von einer leichten Entspannung am Ölmarkt und positiven Vorgaben aus Übersee hat der Deutsche Aktienindex Dax am Montag die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Punkten übersprungen und auf dem höchsten Stand seit drei Monaten geschlossen. Das Börsenbarometer stieg um 0,96 Prozent auf 4 033,28 Zähler. Zuletzt hatte der Index Anfang Juli so hoch gestanden.

Der MDax gewann 1,47 Prozent auf 5 140,47 Punkte, während der TecDax um 2,97 Prozent auf 525,26 Zähler vorrückte. Auch diese beiden Indizes schlossen auf dem höchsten Stand seit Juli, der TecDax hatte zuletzt Ende Juli über 500 Punkten geschlossen.

"Der Sprung des Dax über die Marke von 4 000 Punkten animiert viele Anleger zum Kauf", sagte ein Aktienhändler in Düsseldorf. "Die Stimmung am Markt ist gut." Solange aus den USA keine negativen Impulse kämen, sei weiter mit steigenden Kursen zu rechnen. In New York legte der Dow Jones-Index unterdessen ein halbes Prozent zu, der Nasdaq-Composite gewann rund ein Prozent.

In Frankurt beflügelten optimistische Signale aus der US-Chipbranche laut Marktteilnehmern die Infineon-Aktie . Sie setzte sich mit plus 2,83 Prozent auf 8,73 Euro an die Dax-Spitze. Der viel beachtete Branchenindex Philadelphia-Semiconductor-Index hatte am Freitag in New York bereits um knapp fünf Prozent zugelegt und war am Montag noch weiter gestiegen.

Die aktuellen US-Absatzzahlen stützten die deutschen Autowerte. Die September-Daten überraschten laut Helabatrust positiv. BMW war mit einem Wachstum von knapp einem Drittel der eindeutige Gewinner, Volkswagen mit einem Absatzeinbruch von rund einem Viertel der Verlierer auf dem US-amerikanischen Automarkt. Daimler-Chrysler setzte dank Chrysler 13 Prozent mehr Fahrzeuge ab. Die Aktien von Daimler-Chrysler stiegen um 1,81 Prozent auf 34,79 Euro. BMW-Aktien gewannen 1,85 Prozent auf 34,65 Euro, während Volkswagen-Titel mit plus 1,71 Prozent auf 32,09 Euro etwas hinter den beiden Konkurrenten zurückblieben.

Die zuletzt gut gelaufenen Basf-Papiere verloren ihre Gewinne und zählten mit minus 0,41 Prozent auf 48,56 Euro zu den drei schwächsten Dax-Werten. Der weltgrößte Chemiekonzern stockte sein Aktienrückkaufprogramm von 500 Mill. auf eine Milliarde Euro auf. Tendenziell wirke die Nachricht positiv auf die Basf-Aktien, sagte eine Frankfurter Aktienhändlerin. Allerdings sei die Meldung nicht überraschend, nachdem sich das Unternehmen vor einiger Zeit die Genehmigung für einen umfangreicheren Rückkauf eingeholt habe. Zudem habe sich die Aktie sehr gut entwickelt, so dass einige Investoren Gewinne mitnähmen.

Die weltweite boomende Stahlnachfrage und die weiter steigenden Preise für Rohstahl trieben die Kurse der Stahlproduzenten an. Thyssen-Krupp-Aktien gewannen 1,12 Prozent auf 16,26 Euro, während sich Salzgitter im MDax um 1,01 Prozent auf 13,00 Euro verteuerten.

Die Aktien der Karstadt-Quelle AG brachen im MDax um 9,28 Prozent auf 11,44 Euro ein. Im Ringen um die Zukunft von Karstadt verständigten sich die Arbeitnehmervertreter am Montag in Kassel auf eine Strategie für Verhandlungen mit der Unternehmensspitze. Gewerkschaft und Gesamtbetriebsrat hätten sich einvernehmlich auf einen gemeinsamen Kurs geeinigt, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Franziska Wiethold. Zuvor hatten Spekulationen über eine Insolvenz des schwer angeschlagenen Waren- und Versandhauskonzerns für Aufsehen gesorgt. Gesamtbetriebsratschefs Wolfgang Pokriefke hatte gesagt, könne mit der Belegschaft keine Einigung über die Sanierungsmaßnahmen erzielt werden, drohe die Insolvenz.

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