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Aktien Frankfurt Schluss: DAX behauptet - 'Handel von Lethargie geprägt'DPA-Datum: 2004-07-08 18:25:22

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Enttäuschung über den schwachen Start der US-Berichtssaison hat die deutschen Aktien am Donnerstag kaum verändert schließen lassen. Der Handel sei insgesamt von Lethargie geprägt und der Blick der Anleger richte sich hauptsächlich auf die negativen Meldungen, sagte ein Händler.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Enttäuschung über den schwachen Start der US-Berichtssaison hat die deutschen Aktien am Donnerstag kaum verändert schließen lassen. Der Handel sei insgesamt von Lethargie geprägt und der Blick der Anleger richte sich hauptsächlich auf die negativen Meldungen, sagte ein Händler.

Der Leitindex DAX < DAX.ETR > stieg um 0,10 Prozent auf 3.934,48 Punkte, während der MDAX < MDAX.ETR > um 0,01 Prozent auf 4.996,45 Zähler verlor. Für den TecDAX < TDXP.ETR > ging es um 1,45 Prozent auf 549,18 Punkte nach unten.

Ein Händler sagte: Während der schwache Auftakt der Unternehmenssaison in den USA die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehe, ignoriere der Markt die überraschend deutlich gesunkene Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Die Erstanträge waren um 39.000 auf 310.000 zurückgegangen.

"Das sich der DAX im späten Handel noch in die Gewinnzone retten konnte, hing mit der freundlichen Entwicklung des Dow Jones < INDU.IND > zusammen", sagte ein Händler. Unter Druck blieben indes Technologiewerte. Belastet von den gesenkten Prognosen der US-Konkurrenten Siebel Systems < SEBL.NAS > < SST.FSE > und PeopleSoft < PSFT.NAS > < PSF.FSE > gab der Kurs von SAP < SAP.ETR > um 2,44 Prozent auf 124,55 Euro nach.

Aktien des Internetanbieters T-Online International < TOI.ETR > gaben nach dem enttäuschenden Umsatzausblick des US-Internetunternehmens Yahoo! < YHOO.NAS > < YHO.FSE > für das laufende Quartal um 0,32 Prozent auf 9,37 Euro nach. Ein negativer Einfluss durch das Ende der Kooperation des ZDF mit T-Online wird am Markt indes nicht gesehen. Dagegen könnte es aber eine Auswirkung haben, dass auch freenet.de < FRN.ETR > seinen Ausblick nur bestätigt habe, sagte ein Händler. freenet fielen um 3,02 Prozent auf 22,49 Euro.

Die Aktien der Deutschen Telekom < DTE.ETR > sanken um 0,49 Prozent auf 14,23 Euro. Der Konzern muss nach Angaben aus Branchenkreisen mit einem geringeren Erlös aus dem Börsengang des britischen Mobilfunkanbieters Virgin Mobile rechnen als ursprünglich erwartet. Der Bonner Konzern werde voraussichtlich 50 Millionen britischen Pfund (75 Mio Euro) erhalten, erfuhr dpa-AFX am Donnerstag aus Kreisen.

Deutlich nach oben ging es für die Titel von E.ON < EOA.ETR > , die um 1,35 Prozent auf 60,66 Euro stiegen. Bei Wirtschaftsgesprächen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Moskau haben Russland und Deutschland eine engere Zusammenarbeit im Energiesektor vereinbart. Gemeinsam mit Präsident Wladimir Putin begrüßte Schröder am Donnerstag die Absicht der Energiekonzerne OAO Gazprom < OGZD.SQ1 > < GAZ.FSE > und E.ON, gemeinsam eine Gasleitung durch die Ostsee zu bauen sowie Erdgas in Russland zu fördern.

Die comdirect-Aktien < COM.ETR > verloren 7,67 Prozent auf 6,74 Euro. Händler begründeten die Verluste mit Berichten über einen Auftragseinbruch im zweiten Quartal. "Das setzt die Aktie stark unter Druck", sagte ein Händler. Die Aufträge bei Deutschlands größtem Onlinebroker sind nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) im zweiten Quartal prozentual zweistellig gesunken.

Die Aktien von Fielmann < FIE.ETR > gaben im MDAX um 3,01 Prozent auf 48,00 Euro nach. Die Optikerkette hatte zuvor ihre Gewinnprognose gesenkt.

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