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Aktien Frankfurt Schluss: DAX fällt auf neues Tief - Ölpreis belastet

Der immer weiter steigende Ölpreis und damit wachsende Sorgen über eine konjunkturelle Erholung haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt erneut belastet. Nachdem am Morgen zunächst zahlreiche positive Quartalsberichte dem Leitindex DAX Auftrieb gegeben hatten, fiel er bis Handelsschluss um 0,57 % auf 3 658,11 Punkte. Das war der tiefste Stand seit November 2003. Der Tecdax sank mit minus 1,86 % auf 438,92 Zähler auf den tiefsten Stand seit Juli 2003. Der Mdax hingegen stieg um 0,06 % auf 4 753,64 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Der immer weiter steigende Ölpreis und damit wachsende Sorgen über eine konjunkturelle Erholung haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt erneut belastet. Nachdem am Morgen zunächst zahlreiche positive Quartalsberichte dem Leitindex DAX Auftrieb gegeben hatten, fiel er bis Handelsschluss um 0,57 % auf 3 658,11 Punkte. Das war der tiefste Stand seit November 2003. Der Tecdax sank mit minus 1,86 % auf 438,92 Zähler auf den tiefsten Stand seit Juli 2003. Der Mdax hingegen stieg um 0,06 % auf 4 753,64 Punkte.

"Die Sorgen über eine wirtschaftliche Erholung und der hohe Ölpreis bewegen den Markt zurzeit so stark, dass die heute vorgelegten, teilweise sehr guten Quartalsergebnisse untergegangen sind", sagte Händler Norbert Pütz von der Postbank in Frankfurt. Der Rohölpreis stieg in New York zeitweise auf ein neues Rekordniveau von 45,30 $ je Barrel.

Die Aktie von Deutschlands größtem Stahlkocher Thyssenkrupp legte an der DAX-Spitze um 3,76 % auf 14,62 ? zu. Ein starkes drittes Geschäftsquartal bescherte dem Unternehmen volle Auftragsbücher und eine Verdoppelung des Konzernergebnisses. Der Konzern erhöhte daraufhin kräftig seine Prognose für den Vorsteuergewinn und kündigte zudem wegen steigender Rohstoffpreise eine erneute Erhöhung der Stahlpreise an.

Auch die Deutsche Telekom hob ihre Gewinnziele für 2004 nach kräftigen Gewinn- und Umsatzzuwächsen im ersten Halbjahr an. Nun soll sich der Konzernüberschuss bis zum Jahresende auf mindestens 2,5 Mrd. ? verdoppeln. Zugleich wurde den T-Aktionären eine attraktive Dividende in Aussicht gestellt. Das brachte der T-Aktie zwar Gewinne von 0,67 % auf 13,44 ?, doch die Aktie der Internet-Tochter T-Online brach daraufhin um 7,72 % auf 7,53 ? ein. Die Dividendenankündigung habe wohl zahlreiche Investoren verschreckt, die bislang auf einen Rückkauf der am Markt befindlichen T-Online-Aktien spekuliert hatten, sagte ein Analyst.

Der Energieversorger E.ON hielt im Wettbewerb um gute Quartalszahlen mit und hob nach einem in der ersten Jahreshälfte deutlich gestiegenem Ergebnis ebenfalls die Prognose für das Geamtjahr 2004 an. Eine Entscheidung über eine höhere Dividendenausschüttung sei aber noch nicht gefallen, teilte Deutschlands führender Energiekonzern mit. Die Aktie stieg um 2,22 % auf 58,11 ?.

Schwächster Wert im DAX war nach Zahlenvorlage MAN mit minus 6,05 % auf 26,73 ?. Linde fielen nach mäßigen bis schwächer ausgefallen Quartalszahlen um 2,23 % auf 42,61 ?. Lufthansa gaben um 3,68 % auf 8,63 ? nach. Die Fluggesellschaft enttäuschte mit ihrer Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr und blickt nun mit gedämpften Erwartungen in die Zukunft.

Die wieder gewachsene Reiselust hat Europas größten Touristikkonzern TUI nach zwei schweren Krisenjahren wieder in ertragreichere Gefilde geführt. Die Zahlen hätten allerdings in der Datenflut an diesem Tag wenig Beachtung gefunden, da die Eckdaten bereits bekannt gewesen seien. Das Papier verlor 0,35 % auf 14,10 ?.

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